Immer mehr Menschen zieht es in die Natur: Die in der Türkei geschaffenen Ökotourismus-Routen haben seit 2021 rund sechs Millionen Besucher angelockt. Nun soll das Angebot weiter ausgebaut werden. Bis 2028 ist die Einrichtung von insgesamt 200 Ökotourismusgebieten geplant.
Die Projekte wurden im Rahmen des Aktionsplans 2021–2025 der türkischen Forstverwaltung entwickelt und sollen nachhaltigen Tourismus mit Natur- und Umweltschutz verbinden. Derzeit stehen landesweit 145 ausgewiesene Ökotourismus-Routen zur Verfügung.
Besonders in den Sommermonaten erfreuen sich die naturnahen Angebote großer Beliebtheit. Besucher können dort wandern, Rad fahren, campen, reiten oder die Landschaft fotografisch erkunden. Neben beeindruckenden Naturkulissen bieten die Routen auch Einblicke in die Geschichte und Kultur der jeweiligen Regionen.
Nach Angaben von Forstgeneraldirektor Bekir Karacabey verfolgt das Konzept nicht nur touristische Ziele. Vielmehr solle Ökotourismus den Schutz der Wälder mit der wirtschaftlichen Entwicklung ländlicher Regionen verbinden. Die Angebote würden dazu beitragen, dass Dörfer in Waldgebieten stärker vom Tourismus profitieren und neue Einkommensquellen erschließen können.
Bislang wurden rund sechs Millionen Besuche auf den bestehenden 145 Routen registriert. Für dieses Jahr rechnen die Verantwortlichen mit einem weiteren Anstieg der Besucherzahlen. Im Rahmen des 12. Entwicklungsplans der Türkei soll die Zahl der Ökotourismusgebiete bis 2028 von derzeit 145 auf 200 erhöht werden.
Unterstützt wird das Angebot durch die mobile Anwendung „Mein Wald“ („Benim Ormanım“). Über die App erhalten Nutzer Informationen zu Wanderwegen, Aktivitäten, Wetterbedingungen und Anreisemöglichkeiten.
Mit dem weiteren Ausbau des Ökotourismus will die Türkei ihre Natur- und Kulturschätze einem breiteren Publikum zugänglich machen und gleichzeitig nachhaltige Impulse für die regionale Entwicklung setzen. (DHA)