Türkische Touristen stürmen griechische Inseln zum Opferfest

31.05.2026 – 6:30 Uhr

Während des Opferfests (Eid al-Adha) sind tausende türkische Urlauber auf die griechischen Ägäisinseln gereist und haben dort für deutliche Überlastungen an Grenz- und Fährkontrollen gesorgt. Es kam teils zu stundenlangen Wartezeiten.

Da das viertägige Feiertagsfenster in der Türkei in diesem Jahr mit einem verlängerten Wochenende zusammenfiel, nutzten viele Reisende die Gelegenheit für eine Urlaubsreise. Besonders gefragt waren die nahe gelegenen griechischen Inseln.

Lange Wartezeiten an den Inseln

Die Inseln Lesbos, Kos, Leros und Rhodos verzeichneten einen starken Besucheransturm. An den Passkontrollen kam es zu Wartezeiten von bis zu zwei Stunden. Reisende berichteten, dass die Abfertigung deutlich länger dauerte als üblich.

Als Grund gelten unter anderem die steigenden Passagierzahlen sowie neue biometrische EU-Grenzkontrollen, die die Einreiseprozesse verlangsamt haben. Frühere Abfertigungen von rund 30 Minuten verlängerten sich dadurch teilweise auf bis zu zwei Stunden.

Deutlich steigende Besucherzahlen

Offiziellen Angaben zufolge reisten am Vorabend des Feiertags rund 1.000 Passagiere von Ayvalık zur Insel Lesbos. Am ersten Feiertag stieg die Zahl auf etwa 1.500.

Fährbetreiber bestätigten, dass die Verbindungen während der Feiertage durchgehend betrieben wurden, um den hohen Andrang zu bewältigen.

Visa-Erleichterungen treiben Nachfrage

Die starke Reisebewegung steht im Zusammenhang mit der von Griechenland erweiterten Visa-on-Arrival-Regelung für türkische Staatsbürger. Das seit 2024 gültige System erleichtert die Einreise auf ausgewählte Ägäisinseln und wurde inzwischen auf 12 Inseln ausgeweitet.

Seit der Einführung hat sich der Reiseverkehr zwischen der Türkei und den griechischen Inseln deutlich verstärkt. Branchenangaben zufolge ist die Zahl türkischer Besucher in der Region in den vergangenen Jahren nahezu um das Fünffache gestiegen.