Spanien will seine Anti-Raucher-Gesetze deutlich verschärfen. Die Regierung hat einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet und dem Parlament vorgelegt. Sollte das Gesetz angenommen werden, wird das Rauchen künftig in zahlreichen öffentlichen Außenbereichen verboten sein.
Geplant ist ein Rauchverbot auf den Terrassen von Hotels, Restaurants und Cafés. Darüber hinaus sollen auch Strände, öffentliche Schwimmbäder, Sportanlagen, Universitätsgelände, Veranstaltungsorte im Freien sowie die Eingangsbereiche öffentlicher Gebäude zu rauchfreien Zonen werden.
Die neuen Vorschriften sollen nicht nur für herkömmliche Zigaretten gelten. Auch E-Zigaretten und andere neuartige Tabakprodukte würden denselben Einschränkungen unterliegen.
Von der geplanten Regelung wäre insbesondere die Tourismusbranche betroffen. Sollte das Rauchen auf Hotel- und Restaurantterrassen untersagt werden, könnten sich die Gewohnheiten von Millionen in- und ausländischen Urlaubern ändern. Vertreter der Hotel- und Gastronomiebranche befürchten, dass ein Verbot in Außenbereichen das Gästeerlebnis beeinträchtigen könnte.
Der Gesetzentwurf ist bislang jedoch noch nicht in Kraft. Bevor die neuen Regeln gelten, muss das spanische Parlament dem Vorhaben zustimmen.