Heftige Regenfälle haben in der türkischen Provinz Hatay für schwere Überschwemmungen und massive Zerstörungen gesorgt. Besonders betroffen waren die Bezirke Antakya, Defne, Reyhanlı und Samandağ. Straßen verwandelten sich innerhalb weniger Stunden in Seenlandschaften, Brücken brachen ein und zahlreiche Häuser wurden überflutet.

Besonders dramatisch war die Lage in Antakya: Im Stadtteil Hacı Ömer Alpagot stürzte ein eingeschossiges Wohnhaus nach einem Erdrutsch teilweise ein. Rettungskräfte von Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz suchten stundenlang in den Trümmern. Dabei wurde eine Person tot geborgen, drei weitere Menschen konnten verletzt gerettet und ins Krankenhaus gebracht werden.
Auch der Fluss Asi Nehri trat über die Ufer. Fahrzeuge wurden von den Wassermassen eingeschlossen oder mitgerissen. In mehreren Vierteln standen Erdgeschosse und Keller meterhoch unter Wasser. Bewohner versuchten verzweifelt, die Fluten mit eigenen Mitteln aus ihren Häusern zu pumpen.

In Samandağ wurden durch die starken Strömungen Teile einer Brücke auf der Straße zwischen Antakya und Samandağ beschädigt. Weitere Straßen sackten ab oder wurden komplett gesperrt. Zahlreiche Autos wurden beschädigt, einige sogar von den Wassermassen fortgerissen.
Feuerwehr und Rettungskräfte evakuierten eingeschlossene Menschen teils mit Booten. Luftaufnahmen zeigten riesige überflutete Felder und komplett überschwemmte Straßenzüge.
Am Morgen ließ der Regen nach. Mitarbeiter der Wasserbehörde, Straßenmeistereien und Stadtverwaltung begannen sofort mit Aufräum- und Abpumparbeiten. Mehrere wichtige Verkehrsverbindungen in der Region bleiben jedoch vorerst gesperrt.