ANTALYA – Die türkischen Behörden gehen verstärkt gegen Unternehmen und Einrichtungen vor, die zur Verschmutzung des Mittelmeers beitragen. Umweltminister Murat Kurum erklärte, allein in diesem Jahr seien 128 Betriebe mit insgesamt 219 Millionen türkischen Lira sanktioniert worden. 21 weitere Betriebe wurden geschlossen und versiegelt.
Mit Blick auf die bevorstehende UN-Klimakonferenz COP31 in Antalya betonte Kurum, die Türkei könne angesichts der weltweiten Umweltprobleme nicht einfach wegsehen. Man werde alles daransetzen, Teil der Lösung zu sein.
Besonders die Verschmutzung der Meere durch Plastik sei inzwischen ein Problem, das nicht länger aufgeschoben oder ignoriert werden könne, sagte der Minister. Verschmutzung mache vor Grenzen nicht halt: Plastik, das beispielsweise in Afrika ins Meer gelangt, könne schließlich bis an die türkische Küste getrieben werden.
„Das Mittelmeer ist unser gemeinsamer Schatz“, erklärte Kurum. Die Meere und Küsten seien nicht nur ein Erbe früherer Generationen, sondern auch eine Verantwortung gegenüber den Kindern von heute und morgen.
Gemeinsam mit dem Tourismusministerium habe man zudem Beschwerden über touristische Betriebe ausgewertet. Gegen Einrichtungen, die die Meere verschmutzten oder die Lebensqualität der Bevölkerung beeinträchtigten, werde man konsequent vorgehen.
Kurum betonte, die Regierung wolle nicht nur über Umweltschutz sprechen, sondern konkrete Maßnahmen vor Ort umsetzen. Die verhängten Geldstrafen und Betriebs