Die türkische Mittelmeermetropole Mersin rüstet sich für eine massive touristische Aufwertung ihrer Küstenlinie. Unter dem Titel „Plaj Mersin Projesi” (Projekt „Strand Mersin”) hat die Stadtverwaltung offiziell mit den Arbeiten zur Schaffung eines acht Kilometer langen künstlichen Sandstrandes begonnen. Ziel ist es, den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Besucherinnen und Besuchern einen direkten und sicheren Zugang zum Meer im Herzen der Stadt zu ermöglichen.
Das geplante Areal erstreckt sich laut der Abteilung für Studien und Projekte der Großstadtkommune über eine Luftlinie von etwa acht Kilometern entlang der Küste zwischen dem Flussbett Müftü Deresi und dem Mezitli Deresi. Die Planungen sehen vor, durch umfangreiche Sandaufschüttungen einen 40 Meter breiten Strand zu erschaffen.
Der zuständige Bauingenieur Burhan Tokgöz erklärte, dass die erste Phase des Vorhabens bereits angelaufen sei. Aktuell würden mithilfe von zwei Booten und einem unbemannten Wasserfahrzeug bathymetrische Vermessungen des Meeresbodens durchgeführt, um die genauen Höhenprofile für die spätere Aufschüttung und den Bau von Küstenschutzanlagen zu kartieren. „Bei diesem Projekt haben wir jeden Bürger im Blick, der im Stadtzentrum einen einfachen und sicheren Zugang zum Meer sucht”, so Tokgöz.
Neben der reinen Strandfläche soll das Gelände eine umfassende Infrastruktur für Freizeitaktivitäten bieten. Geplant sind demnach unter anderem Areale für Strand- und Wassersport, ausgedehnte Uferpromenaden sowie Flächen für Open-Air-Kino und Konzertveranstaltungen. Die Verwaltung verspricht sich von der Maßnahme eine deutliche Steigerung der Lebensqualität und der touristischen Attraktivität der zentralen Stadtteile Yenişehir und Mezitli.
Ein konkreter Zeitplan für die Fertigstellung der Bauarbeiten wurde zunächst nicht genannt. Die Verantwortlichen betonten jedoch, dass der Strand so bald wie möglich der Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben werden soll.