Burdur – Zum Schutz des berühmten Salda-Sees in der Provinz Burdur wollen die Behörden künftig die Zahl der Besucher begrenzen. Nach Angaben des Landrats von Yeşilova, Mustafa Turan, soll die jährliche Besucherzahl die Marke von 600.000 nicht überschreiten.
„Die Tragfähigkeit dieses Gebiets liegt bei knapp 600.000 Besuchern. Mehr Touristen werden wir nicht zulassen. Entsprechend planen wir unsere Maßnahmen“, erklärte Turan.
Der als „türkische Malediven“ bekannte Salda-See zog im vergangenen Jahr rund 450.000 in- und ausländische Besucher an. Internationale Bekanntheit erlangte das Naturwunder unter anderem durch seine geologische Ähnlichkeit zum Jezero-Krater auf dem Mars.
Neben dem klassischen Naturtourismus gewinnt die Region zunehmend auch als Standort für Wissenschaftstourismus an Bedeutung. Erst kürzlich fanden dort Wissenschaftstage mit Forschern und Akademikern aus der Türkei und dem Ausland statt. Zudem planen die Behörden für August eine Veranstaltung zur Beobachtung eines Meteorstroms im nahegelegenen Skigebiet Salda.
Zum Schutz des empfindlichen Ökosystems gelten bereits strenge Regeln. Im Bereich der sogenannten Weißen Inseln (Beyaz Adalar) ist es verboten, den weißen Sand zu betreten oder im See zu baden. Dort befindet sich zudem ein wissenschaftliches Forschungszentrum.
Für die Sicherheit und den Schutz des Gebiets wurden die Kontrollen verstärkt. Berittene Einheiten, Gendarmerie, Katastrophenschutz, Rettungsdienste sowie ein elektrisch betriebenes Patrouillenboot überwachen die verschiedenen Bereiche des Sees.