İznik (Bursa/DHA) – Der Besuch von Papst Leo XIV. anlässlich des 1700. Jahrestags des Ersten Konzils von Nicäa hat den türkischen Ort İznik international in den Fokus gerückt und einen deutlichen Aufschwung im Tourismus ausgelöst. Seit dem historischen Besuch am 28. November verzeichnet die Stadt stark steigende Besucherzahlen.
Der Papst, zugleich Oberhaupt der katholischen Kirche und Staatschef des Vatikans, nahm in der Basilika des heiligen Neophytos an einem ökumenischen Gottesdienst teil. Gemeinsam mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus betete er dort für die Einheit der Christen. Das gemeinsame Auftreten der Vertreter zweier Konfessionen sorgte weltweit für Aufmerksamkeit und verstärkte das Interesse von Gläubigen unterschiedlicher christlicher Richtungen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung besuchten im Jahr 2025 rund 200.000 ausländische Touristen İznik. Allein nach dem Papstbesuch stieg die Zahl der Besucher in der Basilika und an archäologischen Stätten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um bis zu 100 Prozent auf etwa 60.000.
Der stellvertretende Bürgermeister Ahmet Kaya erklärte, İznik habe sich durch den Papstbesuch zu einem Anziehungspunkt für in- und ausländische Gäste entwickelt. Die internationale Medienresonanz habe wesentlich dazu beigetragen, die historische und religiöse Bedeutung der Stadt erneut ins Bewusstsein zu rücken. Davon profitiere auch die lokale Wirtschaft.

Auch Vertreter des lokalen Handels bestätigen den positiven Effekt. Besonders seit der offiziellen Ankündigung des Papstbesuchs sei ein deutlicher Anstieg ausländischer Gäste zu beobachten gewesen. Der Besuch habe nicht nur dem religiösen Tourismus, sondern auch dem Ansehen der Stadt und des Landes insgesamt neuen Auftrieb gegeben.