Istanbul. Die Stadtverwaltung von Istanbul hat angesichts der steigenden Waldbrandgefahr weitreichende Schutzmaßnahmen beschlossen. Vom 8. Juni bis zum 15. Oktober 2026 ist der Zugang zu Waldgebieten in der Millionenmetropole grundsätzlich untersagt. Zudem gelten strenge Verbote für offenes Feuer.
Wie das Gouverneursamt von Istanbul mitteilte, nehmen in den Sommermonaten sowohl die Zahl der Besucher als auch der Fahrzeugverkehr in Waldgebieten deutlich zu. Dadurch steige das Risiko von Bränden, die vorsätzlich oder fahrlässig verursacht werden könnten.
Verboten sind während des gesamten Zeitraums unter anderem das Grillen, die Nutzung von Gaskochern sowie das Rauchen von Wasserpfeifen (Nargile) in Waldgebieten. Darüber hinaus dürfen in Dörfern und Stadtteilen innerhalb oder in der Nähe von Waldflächen keine Pflanzenreste, Äste oder sonstige Vegetation verbrannt werden. Das betrifft auch das Abbrennen von Feldern, Gärten oder Olivenhainen zu Reinigungszwecken.
Für beliebte Freizeit- und Erholungsflächen gelten jedoch Ausnahmen. Nach Angaben der Behörden bleiben ausgewiesene Picknickplätze, Stadtparks, Haine, Naturparks und Ökotourismusgebiete weiterhin geöffnet. Dort sind Aktivitäten wie Picknicks, Sport oder Spaziergänge weiterhin erlaubt.
Zur Durchsetzung der Maßnahmen werden spezielle Kontrollteams aus Polizei- und Forstbeamten eingesetzt. Gemeinden wurden zudem angewiesen, rund um Müllsammelstellen Schutzstreifen einzurichten und schwere Baumaschinen für den Ernstfall bereitzuhalten.
Wer gegen die neuen Vorschriften verstößt, muss mit empfindlichen Verwaltungsstrafen oder strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.