Ankara/Istanbul – Das erste Teilprojekt von „Terminal Istanbul“ am ehemaligen Atatürk-Flughafen steht kurz vor der Eröffnung. Das kündigte der türkische Minister für Industrie und Technologie, Mehmet Fatih Kacır, an. Ziel des Projekts ist es, eines der größten Gründer- und Technologiezentren der Welt aufzubauen.
„Der erste Schritt zum weltweit größten Zentrum für Unternehmertum. Es geht bald los“, erklärte Kacır in einer schriftlichen Mitteilung.
Nach Angaben des Ministeriums entsteht Terminal Istanbul im Rahmen der türkischen „Nationalen Technologie-Initiative“ und soll das Technologie-Ökosystem des Landes mit jungen Start-ups, Investoren und internationalen Technologieunternehmen verbinden.
Das Zentrum soll Tausende Gründer, Technologieunternehmen und Investoren zusammenbringen. Geplant sind unter anderem internationale Förderprogramme für Start-ups, Co-Working-Flächen, Gründerzentren sowie Angebote zur Beschleunigung technologischer Entwicklungen.
Durch strategische internationale Partnerschaften sollen Wissen, Kapital und globale Erfahrungen in die türkische Start-up-Landschaft einfließen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit Techstars, einem der weltweit größten Anbieter von Start-up-Beschleunigungsprogrammen.
Mit dem sogenannten Tech Visa-Programm sollen zudem wachstumsstarke internationale Start-ups die Möglichkeit erhalten, in Terminal Istanbul tätig zu werden. Unterstützungsangebote wie Beratungen, Förderungen und erleichterte Markteintrittsprogramme sollen ausländischen Unternehmen den Zugang zum türkischen Markt ermöglichen, während türkische Start-ups beim internationalen Wachstum unterstützt werden.
Das Zentrum wird außerdem gemeinsame Labore, Zugang zu moderner Spezialausrüstung und digitale Infrastruktur bereitstellen, um insbesondere technologieintensive Projekte schneller zur Marktreife zu bringen.
Geplant ist zudem ein Technologie-Cluster mit 34 verschiedenen Bereichen – darunter künstliche Intelligenz, Biotechnologie, Mobilität und Raumfahrttechnologien. Nationale und internationale Unternehmen sollen daran beteiligt werden.
Terminal Istanbul soll künftig zentrale Bereiche des Gründerökosystems unter einem Dach vereinen: Investoren-Netzwerke, Finanzierungsprogramme, Schulungen, Talentförderung und Veranstaltungen wie Hackathons oder Treffen zwischen Start-ups und Investoren.
Nach Angaben des Ministeriums soll das Projekt zu einer wichtigen Plattform für Innovationen werden und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Türkei im Technologie- und Start-up-Bereich stärken.