Die Behörden in Istanbul reagieren auf zunehmende Beschwerden über Diebstahl, Vandalismus und Belästigungen auf Friedhöfen: Künftig sollen große Begräbnisstätten der Metropole rund um die Uhr videoüberwacht werden.
Das Gouverneursamt von Istanbul hat dazu eine Anweisung an mehrere Institutionen erlassen – darunter Stadtverwaltung, Polizei, Gendarmerie und religiöse Behörden. Geplant ist die Installation moderner Kamerasysteme mit hoher Auflösung an allen wichtigen Eingängen, Ausgängen sowie bislang unüberwachten Bereichen.
Auch bestehende Anlagen sollen überprüft werden: Kameras ohne Nachtsicht oder mit technischen Mängeln müssen innerhalb von 60 Tagen repariert oder ersetzt werden. Zudem müssen die Aufnahmen mindestens 30 Tage lang gespeichert werden.
Neben der Videoüberwachung sollen schlecht beleuchtete Bereiche besser ausgeleuchtet werden. Gleichzeitig werden Sicherheitskräfte ihre Patrouillen rund um die Friedhöfe verstärken.
Hintergrund der Maßnahme sind vermehrte Vorfälle, über die Besucher berichtet hatten. Die Behörden betonen, dass Friedhöfe in der Türkei gesetzlich besonders geschützt sind und weder beschädigt noch zweckentfremdet werden dürfen. Verstöße können mit Geldstrafen geahndet werden.
Die Verantwortung für Einrichtung, Pflege und Betrieb der Friedhöfe liegt laut Gesetz bei der Stadt Istanbul.