Karaköy Palas wird zum Kunst-Hotspot: Neues Kulturzentrum öffnet in Istanbul

24.04.2026 – 17:00 Uhr

Istanbul – Ein traditionsreiches Gebäude im Herzen der Metropole verwandelt sich in einen lebendigen Treffpunkt für Kunst und Kultur: Das Karaköy Palas öffnet seine Türen für Kunstliebhaber und präsentiert die Werke des Förderprogramms „ArtıKÜME 2025“.

Im Rahmen des Programms der Kultur- und Zivilisationsstiftung KÜME werden insgesamt 25 Projekte aus unterschiedlichen Disziplinen erstmals gemeinsam ausgestellt. Ziel ist es, eine interdisziplinäre Plattform zu schaffen, die zeitgenössische und traditionelle Kunstformen miteinander verbindet und aktuelle gesellschaftliche Themen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Der Kultur- und Kunstkoordinator Ali Ulvi Mıhoğlu betont, dass das Gebäude nicht nur als temporärer Ausstellungsort gedacht ist. Vielmehr soll sich das Karaköy Palas langfristig zu einem offenen, zugänglichen Kulturökosystem entwickeln. Das im Art-Nouveau-Stil erbaute Haus aus den 1910er-Jahren zählt zu den architektonischen Wahrzeichen der Stadt und liegt im kulturell pulsierenden Viertel Karaköy.

Auch Kurator Murat Kösemen hebt hervor, dass der Fokus des Projekts nicht allein auf den fertigen Kunstwerken liegt, sondern auf den kreativen Prozessen dahinter. Die Ausstellung trägt daher den Titel „Possible“ und soll zeigen, wie künstlerische Produktion durch gezielte Förderung entstehen kann.

Neben bildender und visueller Kunst erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm mit Theateraufführungen, Konzerten und Performancekunst. Insgesamt sind rund 30 Künstler beteiligt, deren Arbeiten ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen abdecken.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Vorstellung des Projekts ODAK, das kulturelle und künstlerische Aktivitäten in der Türkei systematisch erfassen und langfristig dokumentieren soll. Ziel ist es, verstreute Daten zusammenzuführen und so ein nachhaltiges kulturelles Gedächtnis zu schaffen.

Das Karaköy Palas, gelegen im Istanbuler Stadtteil Karaköy, soll sich damit zu einem der neuen kulturellen Zentren der Stadt entwickeln. Die offizielle Eröffnung findet unter anderem mit Beteiligung von Selçuk Bayraktar und Abdullah Eren statt.

Ab dem 26. April können Besucher die Ausstellung erleben – und dabei nicht nur Kunstwerke entdecken, sondern auch einen Einblick in die Entstehungsprozesse und die dahinterliegende kulturelle Infrastruktur gewinnen.