Die Istanbuler Staatsoper und das Staatsballett (IDOB) starten am 19. September in die Saison 2026/27. Auf dem Programm stehen zahlreiche neue Opern-, Ballett- und Tanzproduktionen sowie Konzerte im Atatürk-Kulturzentrum (AKM) und im Süreyya-Opernhaus.
Zum Saisonauftakt erklingt Beethovens 9. Sinfonie mit Orchester und Chor des IDOB unter der Leitung von İbrahim Yazıcı. Insgesamt sind die Premieren von zwei Opern, zwei Balletten, zwei modernen Tanzwerken und einem Kinderballett geplant.
Zu den Höhepunkten zählt Turgay Erdeners Ballett „Afife“, das in einer neuen Inszenierung von Beyhan Murphy zurückkehrt. Auch „Lucia di Lammermoor“ sowie „Romeo und Julia“ stehen auf dem Spielplan.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf türkischen Komponisten. Ahmet Adnan Sayguns Oper „Gilgamesch“ und Güldiyar Tanrıdağlıs „Edusa“ werden erneut aufgeführt. Im Süreyya-Opernhaus feiert zudem Selman Adas „The Overcoat“, inspiriert von Gogols „Der Mantel“, seine Weltpremiere.
Auftritte in Italien und Saisonfinale mit „Turandot“
Auch international ist das IDOB aktiv: Im Dezember gastiert das Ballett mit „Der Nussknacker“ am Teatro Lirico di Cagliari in Italien. Die Choreografie stammt vom türkischen Choreografen Mehmet Balkan.
Die Saison endet im Mai 2027 mit Puccinis „Turandot“. Die Inszenierung übernimmt der italienische Regisseur Roberto Catalano, am Pult steht Ayyub Guliyev.
Auch Kinder und Jugendliche gehören zum Programm. „Cinderella“ und „Der kleine Prinz“ bleiben im Repertoire, während das IDOB zudem neue Projekte für junge Zuschauer anbietet.
Das Staatsensemble rechnet in der neuen Saison mit rund 200.000 Zuschauern. Nach Angaben von General- und Künstlerischem Direktor Caner Akgün zeigen Auslastungen von bis zu 90 Prozent das große Interesse des Publikums.