Die türkische Metropole Istanbul hat eindrucksvoll untermauert, dass sie ein globaler Tourismusmagnet ist. So strömten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 bereits 8,61 Millionen ausländische Gäste in die Stadt, die Europa und Asien verbindet. Das geht aus den aktuellen Daten der Provinzdirektion für Kultur und Tourismus Istanbul hervor. Allein im Juni landeten 1,66 Millionen Besucher auf den beiden internationalen Flughäfen der Stadt.
Die Statistik für das erste Halbjahr zeigt eine klare Hierarchie der Quellmärkte. Unangefochten an der Spitze steht die Russische Föderation: Mit über 2,02 Millionen Ankünften stellten russische Staatsbürger fast ein Viertel aller internationalen Istanbul-Besucher. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Deutschland mit 1,51 Millionen und der Iran mit 1,06 Millionen Gästen. Die USA (911.000) und das Vereinigte Königreich (758.000) komplettieren die Top Fünf.
Ein Blick auf den Juni allein offenbart eine sich verfestigende Diversifizierung. Zwar führte Russland mit 205 672 Ankünften (ein Marktanteil von 12,4 Prozent) auch hier das Feld an, gefolgt von Deutschland mit 130 710 Gästen. Doch die Liste der zehn wichtigsten Nationen reicht von den USA und dem Iran über Usbekistan, Frankreich und China bis hin zu Saudi-Arabien und Italien. Experten werten dies als Beleg dafür, dass die Stadt auf dem europäischen, dem nahöstlichen und dem asiatischen Markt gleichermaßen eine enorme Sogwirkung entfaltet.
Der anhaltende Boom wird durch den einsetzenden Sommerreiseverkehr zusätzlich befeuert. Der Großteil der Gäste reiste im Juni über die beiden Drehkreuze Istanbul Airport und Sabiha Gökçen an. Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage aus den Kernmärkten Russland und Deutschland rechnen die Behörden in der zweiten Jahreshälfte mit einer Fortsetzung des Höhenflugs.