Auf den Prinzeninseln waren Pferdekutschen wegen Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes abgeschafft worden. Die Stadtverwaltung von Istanbul hatte den Einsatz der Pferde zunächst 2019 für drei Monate ausgesetzt und später ein dauerhaftes Verbot beschlossen.
Die Stadt kaufte die Pferde und übernahm ihre Versorgung auf kommunalen Höfen. Nun wurden 51 Tiere an neue Halter in Daday vermittelt.
16 Pferde gingen an vier Reiterhöfe, die von der Gemeinde Daday per Losverfahren ausgewählt wurden. Die übrigen 35 Pferde wurden an Einwohner der Region vergeben, die sie für verschiedene Arbeiten und Aktivitäten einsetzen können.
Pferde sollen sich von Kutschenbetrieb erholen
Levent Bıyıklı, Betreiber eines Reiterhofs in Daday, erhielt vier Pferde kostenlos. Auf seinem Hof werden vor allem einheimische Pferderassen eingesetzt, da die meisten Besucher Anfänger seien.
Der Hof bietet Ausritte auf mehreren Routen an. Gäste können zudem innerhalb des Geländes reiten.
Bıyıklı zufolge sind die Tiere nach dem Ende ihres Einsatzes vor den Kutschen deutlich entspannter. Frühere Pferde, die aus Istanbul nach Daday gebracht worden seien, hätten sich dagegen in schlechtem Zustand befunden. Die nun übernommenen Tiere seien in sehr guter Verfassung.
Tierschutzgruppe kritisiert Transport
Unterdessen hat die Adalar Atları Platform, eine Initiative zum Schutz der Pferde von den Prinzeninseln, Klage eingereicht und einen vorläufigen Stopp der Umsetzung gefordert.
Die Gruppe kritisiert den Transport der Tiere. Die Pferde seien in Lastwagen ohne Trennwände und ohne die erforderlichen Dokumente und tierärztlichen Berichte befördert worden.
Lokale Medien berichteten, dass die Stadtverwaltung für den Transport der Pferde zuständig gewesen sei. Die Entscheidung, die Tiere nach Kastamonu zu schicken, sei jedoch vom Bezirksamt unter der Zuständigkeit des Landwirtschafts- und Forstministeriums getroffen worden.