Istanbul: Mann legt Feuer an historischem Tophane-Brunnen

11.03.2026 – 15:00 Uhr

İSTANBUL – In Istanbul wurde ein Mann festgenommen, nachdem er am historischen Tophane-Brunnen, einem osmanischen Monument aus dem 18. Jahrhundert im Stadtteil Beyoğlu, ein Feuer gelegt hatte.

Der Brunnen wurde 1732 unter Sultan Mahmud I. erbaut und gilt als einer der elegantesten osmanischen Platzbrunnen der Stadt sowie als der drittgrößte in Istanbul.

Nach Angaben der Behörden ereignete sich der Vorfall am späten 5. März, als ein 61-jähriger Verdächtiger in der Nähe des Brunnens Feuer entzündete. Als die Flammen sich ausbreiteten, wurden Feuerwehrteams nach Hinweisen von Passanten alarmiert. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer schnell, während die Polizei den Mann festnahm.

Durch das Feuer entstanden Ruß- und Brandspuren auf Teilen der Marmoroberflächen des Brunnens. Städtische Teams begannen anschließend mit Reinigungsarbeiten, um die Rückstände zu entfernen und mögliche strukturelle Schäden an dem historischen Bauwerk zu prüfen.

Laut Polizeiakte hat der Tatverdächtige fünf frühere Einträge im Strafregister, darunter Delikte im Zusammenhang mit der Beschädigung von Gotteshäusern und Friedhöfen sowie Gewaltdelikte. Nach seiner Vernehmung wurde er an die Staatsanwaltschaft wegen Sachbeschädigung und vorsätzlicher Gefährdung der öffentlichen Sicherheit überstellt.

In seiner ersten Aussage gab der Mann an, er habe das Feuer angezündet, um sich warm zu halten, und habe nicht gewusst, dass es sich um ein historisches Denkmal handelt.

Nach seiner Anhörung am Istanbuler Gerichtshof in Çağlayan ordnete ein Richter die Festnahme des Mannes wegen Sachbeschädigung an öffentlichem Eigentum an.