Ein heftiger Wintereinbruch hat am Montag die türkische Metropole Istanbul lahmgelegt. Starke Schneefälle führten zu massiven Verkehrsbehinderungen und erheblichen Störungen im öffentlichen Nahverkehr. Laut Angaben der Behörden erreichte die Verkehrsdichte auf den Hauptverkehrsadern bis zu 80 Prozent.
In höher gelegenen Stadtteilen fielen die Schneemassen besonders dicht, was den Verkehr auf wichtigen Durchgangsstraßen wie der D-100 und der TEM-Autobahn zum Erliegen brachte. Auf den Bosporus-Brücken – der 15-Juli-Märtyrer-Brücke und der Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke – kam es nur noch zu stockendem Verkehr. Die Zufahrten zum Eurasien-Tunnel entwickelten sich zu undurchdringlichen Engpässen.
Als Reaktion auf die kritische Lage verhängte das Gouverneursamt ein vorübergehendes Fahrverbot für schwere Lkws und Motorradkuriere. Viele Pendler versuchten, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Dort kam es jedoch ebenfalls zu erheblichen Beeinträchtigungen. So musste der Betrieb der Straßenbahnlinie T1 zwischen Kabataş und Bağcılar aufgrund einer technischen Störung stark eingeschränkt werden.
Die winterlichen Verhältnisse verursachten zahlreiche Unfälle. In Bahçelievler rutschte ein leerer Linienbus auf schneeglatter Fahrbahn in einen geparkten Lkw. In Üsküdar verlor ein Autofahrer auf eisiger Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug, streifte einen Fußgänger und fuhr in einen Vorgarten. Dabei wurde eine Person verletzt. Auch für Fußgänger waren die Gehwege und Treppen oft rutschige Hindernisse.
Nach aktuellen Wettervorhersagen soll sich die Lage im Laufe der Woche deutlich entspannen. Für Istanbul wird ein Temperaturanstieg auf bis zu 10 Grad Celsius prognostiziert.