Taxifahren in Istanbul wird teurer: Nach offizieller Genehmigung steigen die Preise für öffentliche Verkehrsmittel, Taxis und Schulbusse in Istanbul ab dem 16. Februar um 20 Prozent.
Nach dem neuen Tarif erhöht sich die Startgebühr für Taxis von 54,50 Türkischen Lira (ca. 1,25 US-Dollar) auf 65,40 Lira (ca. 1,50 US-Dollar), während die Gebühr für kurze Strecken von 175 Lira (ca. 4 US-Dollar) auf 210 Lira (ca. 4,80 US-Dollar) steigt. Auch Minibus-Fahrpreise werden angehoben: Die Mindeststrecke kostet künftig 39 Lira (ca. 0,89 US-Dollar) statt 32,50 Lira (ca. 0,74 US-Dollar).
Bereits vor dieser Erhöhung waren die Tarife in der Stadt am 15. Januar letzten Jahres um 35 Prozent und am 12. September um weitere 30 Prozent angehoben worden.
Digitale Fiskalgeräte ab jetzt landesweit Pflicht
Die Türkei hat eine neue Generation digitaler Fiskalgeräte für Taxis landesweit verpflichtend eingeführt. Laut der im Amtsblatt veröffentlichten Verordnung müssen alle Taxameter künftig mit neuen, zertifizierten Fiskalgeräten integriert sein. Diese sollen eine transparente Erfassung der Einnahmen gewährleisten und die Kartenzahlung für Fahrgäste erweitern. Das Hauptziel des Finanzministeriums ist es, die formale Wirtschaft zu stärken, die Einhaltung der Dokumentationspflichten zu verbessern und elektronische Zahlungen im Sektor zum Standard zu machen.
Das System digitalisiert effektiv jeden Schritt einer Taxifahrt, von Anfang bis Ende. Eine der wichtigsten Änderungen ist die pflichtige Akzeptanz von Kartenzahlungen in allen Taxis. Alle Taxiunternehmen, die Fahrgäste befördern, müssen bis zum 1. September ein vom Ministerium genehmigtes Taxi-Fiskalgerät kaufen und aktivieren. Auch Taxi-Plattformen, die über mobile Apps arbeiten, sind in den Geltungsbereich einbezogen.
Parallel zu diesem landesweiten Vorstoß zur digitalen Überwachung passt Istanbul zudem die Transportpreise an die steigenden Kosten an.