Ausstellung “Die Leidenschaft der Osmanischen Sultane: Heilige Reliquien” zeigt seltene Schätze in Istanbul

Bilder: DHA
17.03.2026 – 13:00 Uhr

ISTANBUL (DHA) – Die Ausstellung „Die Leidenschaft der Osmanischen Sultane: Heilige Reliquien“ präsentiert 57 wertvolle Exponate, die die tiefe Ehrfurcht der osmanischen Sultane vor den heiligen Städten Mekka und Medina sowie ihr Verständnis von Zivilisation und religiösem Dienst widerspiegeln.

Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy besuchte die Ausstellung in der Rami-Bibliothek und hob die starke spirituelle Bedeutung der gezeigten Reliquien hervor. Dabei kündigte er an, dass zwei im 16. Jahrhundert gefertigte Iznik-Kacheln, die aus der Sultan-Ahmet- und der Rüstem-Pascha-Moschee gestohlen worden waren, nach Jahren der Verhandlungen nach Türkei zurückgeführt wurden. Die Kacheln werden nun im Ethnografie-Museum Ankara aufbewahrt.

Die Kacheln waren ursprünglich in einem Auktionshaus in Großbritannien zum Verkauf angeboten worden. Dank der Koordination zwischen den Ministerien für Inneres, Außenpolitik und Kultur sowie der Unterstützung der türkischen Botschaft in London und der Metropolitan Police konnte der Besitzer zur Rückgabe bewegt werden. Experten bestätigten wissenschaftlich die Herkunft der Stücke.

Minister Ersoy betonte zudem, dass die osmanischen Sultane die Titel „Hadimü’l-Haremeyn“ („Diener der beiden heiligen Moscheen“) nicht nur als Ehrentitel, sondern als Verpflichtung verstanden, den Heiligen Städten zu dienen – sei es durch Pilgerhilfe, Pflege der Kaaba, Herstellung von wertvollen Geschenken oder künstlerische Arbeiten. Viele dieser Werke spiegeln die spirituelle Verbundenheit und den Dienstgedanken wider, etwa Kaaba-Abbildungen in Büchern, Keramiken und Teppichen.

Die Ausstellung macht deutlich, dass diese Reliquien nicht nur Objekte, sondern Träger eines kollektiven geistigen Gedächtnisses sind, das über Generationen weitergegeben wird. Minister Ersoy betonte, dass die Präsentation der Reliquien während des Ramadan dazu beitrage, das kulturelle Erbe und die hohen zivilisatorischen Werte der Osmanen der Öffentlichkeit näherzubringen.

Abschließend erklärte Ersoy: „Unsere Anstrengungen gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern werden fortgesetzt. Wir werden jedes unserer Erbstücke zurückholen, bis es wieder seinen rechtmäßigen Platz in unserem Land gefunden hat.“