Sperren am Meer gefallen: Bodrum reißt illegale Mauern an Traumstränden ab

16.07.2026 – 14:00 Uhr

Die Beton-Barrikaden, die Urlaubern und Einheimischen den Zugang zum Meer versperrten, sind verschwunden. In einer konzertierten Aktion hat die Stadtverwaltung von Bodrum dutzende illegale Bauten abreißen lassen und die betroffenen Küstenabschnitte wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Wie die Bodrum Belediyesi mitteilte, schritten die Abbruchtrupps in den Stadtteilen Akyarlar und Gümüşlük ein. In der Ortschaft Karaincir entfernten die Einsatzkräfte der „Direktion für Bauangelegenheiten” widerrechtlich errichtete Eisenzäune und Mauern, die eine Grünanlage sowie den Zugang zum Strand blockierten. Nach Abschluss der juristischen Verfahren wurden die Hindernisse unter Sicherheitsvorkehrungen demontiert und der Küstenzugang wiederhergestellt.

Ein ähnliches Bild bot sich im Ortsteil Koyunbaba in Gümüşlük. Auch dort rückten die kommunalen Trupps an, um illegale Mauern auf öffentlichem Grund einzureißen. Das Areal wurde nach der Beseitigung des Schutts gereinigt und der Öffentlichkeit übergeben.

Die türkische Urlaubsmetropole treibt ihren Kampf gegen die unerlaubte Landnahme konsequent voran. Nach Behördenangaben wurden allein bis Ende Juni dieses Jahres 53 illegale Bauten gemäß Baugesetzbuch und Gecekondubekämpfungsgesetz abgerissen. Im Juli kamen weitere hinzu, sodass die Jahresbilanz bereits 64 demolierte Schwarzbauten verzeichnet. Darunter fielen zuletzt auch zwei als riskant eingestufte Gebäude im Küstenabschnitt Kadıkalesi.

Während die Abrissbirne an vier weiteren Objekten kreist, bei denen die Rechtswege erschöpft sind, bekräftigt die Stadtverwaltung ihre harte Linie. Ziel sei es, die öffentlichen Gemeinschaftsflächen rigoros zu sichern und die Stadtordnung gegen illegale Besetzer zu verteidigen.