MUĞLA – Die Museen und antiken Stätten in der südtürkischen Provinz Muğla haben im Jahr 2025 fast 1,3 Millionen Besucher empfangen, wie die Kultur- und Tourismusbehörden der Provinz mitteilten.
Muğla ist vor allem für seine natürliche Schönheit und unberührten Buchten als Urlaubsziel bekannt, verfügt jedoch auch über ein reiches kulturelles Erbe. Zahlreiche antike Städte und archäologische Stätten stehen auf der vorläufigen UNESCO-Welterbeliste. Überreste der karischen und lykischen Zivilisationen sowie Spuren aus der hellenistischen, römischen, byzantinischen, Menteşe- und osmanischen Zeit ziehen sowohl nationale als auch internationale Besucher an.
Die Provinz wird oft als „Freilichtmuseum der Ägäis“ beschrieben und beherbergt Hunderte archäologischer Stätten, darunter Beçin, Kayaköy, Lagina, Stratonikeia, Kaunos, Knidos, Euromos, Labranda, Herakleia, Hyllarima und Tlos sowie das Grab des karischen Herrschers Hekatomnos in Milas.
Besucher kombinieren zunehmend Strand- und Kultururlaub, indem sie antike Städte und Museen besichtigen, in denen Artefakte aus laufenden Ausgrabungen ausgestellt sind.
Der Provinzdirektor für Kultur und Tourismus, Hüseyin Toprak, erklärte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, dass Muğla in einer Region gegründet wurde, die einst von bedeutenden antiken Zivilisationen wie Karien und Lykien beherrscht wurde.
„Muğla verfügt über ein äußerst wichtiges kulturelles Erbe“, sagte Toprak. „Die Türkei ist reich an archäologischen Funden und Ausgrabungen, und Muğla sowie Antalya sind in diesem Bereich führend.“
In der Provinz gibt es mehr als 1.000 antike Siedlungen. Aktuell werden 25 Ausgrabungsstätten bearbeitet, davon zwölf das ganze Jahr über im Rahmen des Projekts „Heritage for the Future“ des Kultur- und Tourismusministeriums.
Dank der kontinuierlichen Ausgrabungen, die zuvor nur wenige Monate dauerten, stieg das Interesse an den Stätten deutlich. Toprak zufolge lag die Besucherzahl früher stets unter einer Million. „Dank intensiver Ausgrabungen und der Werbemaßnahmen der Türkischen Tourismusförderungsagentur wuchs das Interesse stark. In diesem Jahr haben wir etwa 1,3 Millionen Besucher empfangen, und diese Zahl wird voraussichtlich weiter steigen.“
Bodrum führt bei Museumsbesuchen
Rund 1,3 Millionen Menschen besuchten im vergangenen Jahr fünf Museen und zahlreiche Ausgrabungsstätten in Muğla. Das Museum für Unterwasserarchäologie in Bodrum, im Bodrum-Schloss gelegen, war das am häufigsten besuchte Museum, gefolgt vom Marmaris-Museum.
Unter den antiken Stätten belegte Knidos in Datça den ersten Platz, während Kayaköy, oft als „Geisterdorf“ bezeichnet, den zweiten Platz einnahm.
Toprak betonte, dass das Bodrum-Museum für Unterwasserarchäologie das einzige seiner Art in der Türkei ist und die weltweit reichhaltigste Sammlung auf diesem Gebiet beherbergt. Besonders beliebt waren erstmals nächtliche Museumsbesuche im Bodrum-Schloss.
Zu den weiterhin stark frequentierten Stätten zählen Stratonikeia und Lagina in Yatağan, Beçin, Labranda, Euromos und Herakleia in Milas, Kaunos in Köyceğiz sowie Knidos in Datça.