Mit dem Start der Sommersaison hat die türkische Ägäis-Region rund um Bodrum einen deutlichen Anstieg des Schiffsverkehrs erlebt. In den Buchten und Marinas drängen sich derzeit zahlreiche private Boote, Segelyachten und Luxus-Superyachten.
Besonders rund um die historische Burg von Bodrum ist die hohe Dichte an Wasserfahrzeugen deutlich sichtbar. Experten erwarten, dass das Verkehrsaufkommen auf See in den kommenden Wochen weiter zunehmen wird, da die Touristenzahlen steigen.
In Bodrum sind nach Schätzungen rund 7.000 Yachten registriert, darunter etwa 2.000 gewerblich genutzte und mehr als 5.000 private Boote. Der starke Zustrom zeigt zwar die wachsende Attraktivität der Region für Yachtbesitzer, sorgt jedoch auch für Spannungen im Seeverkehr.
Vor allem Anbieter von Ausflugsfahrten berichten über zunehmende Schwierigkeiten, sich in den stark frequentierten Buchten zu bewegen. Durch dichtes Ankern privater Yachten werde der verfügbare Raum für Tourenschiffe teilweise eingeschränkt. Auch in den Küstengebieten Göcek, Türkbükü, Yalıkavak und Gündoğan zeigt sich eine ähnliche Entwicklung.
Gleichzeitig etabliert sich die Provinz Muğla zunehmend als wichtiger Knotenpunkt im internationalen Superyacht-Tourismus. Viele Eigner entscheiden sich laut Branchenvertretern wegen günstiger Treibstoffpreise und guter Servicequalität für die Türkei als Zwischenstopp im Mittelmeerraum.
Zu den jüngsten Gästen zählt die 115 Meter lange Superyacht Ahpo, die in der Marina von Yalıkavak festmachte. Ebenfalls gesichtet wurde die 86 Meter lange Sunrays des indischen Unternehmers Ravi Ruia sowie die Yacht Arbema, die dem mexikanischen Unternehmer Ricardo Salinas Pliego zugeschrieben wird.
Bereits zuvor hatte die 149 Meter lange Superyacht A+ im Hafen von Marmaris für einen umfangreichen Tankstopp angelegt. Dabei wurden rund 540.000 Liter Treibstoff gebunkert.
Insgesamt verfügen die 26 Marinas der Region Muğla über Liegeplätze für mehr als 7.000 Yachten. Zusätzlich sind über 1.500 gewerbliche Yachten und mehr als 600 tägliche Ausflugsboote in der Region registriert.
Branchenvertreter sehen insbesondere die hohe Kraftstoffqualität als einen wichtigen Grund dafür, dass die Türkei im Wettbewerb mit anderen Mittelmeerzielen zunehmend an Bedeutung gewinnt.