Goldener Spätsommer in Bodrum: Hotelauslastung steigt auf 85 Prozent

Bild: DHA
20.09.2026 – 19:00 Uhr

Bodrum setzt auch nach dem Sommer auf eine verlängerte Saison. In den ersten acht Monaten kamen mehr als 780.000 ausländische Touristen auf dem Luft- und Seeweg in den beliebten Ferienort. Für die „goldene Sommerzeit“ bis Ende Oktober melden die Hotels eine Auslastung von rund 85 Prozent.

Bodrum in der türkischen Provinz Muğla bleibt auch im Herbst ein stark frequentiertes Reiseziel. In den ersten acht Monaten des Jahres kamen mehr als 780.000 ausländische Besucher auf dem Luft- und Seeweg in den Ferienort.

Neben den Hotels waren während der Sommermonate auch historische Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Unterhaltungsangebote gut besucht. Ausflugsschiffe brachten Touristen zu den Buchten der Halbinsel, während das warme und sonnige Wetter weiterhin zum Baden einlud.

Mit Beginn der sogenannten „goldenen Sommerzeit“ (sarı yaz) am 15. September soll die Tourismussaison bis zum 31. Oktober weiterlaufen. Die Hotelauslastung liegt derzeit bei rund 85 Prozent.

Bodrum verliert weniger ausländische Gäste als andere Destinationen

Ömer Faruk Dengiz, Vorsitzender des Hotelierverbands von Bodrum, verwies auf die Entwicklung der internationalen Fluggäste am Flughafen Milas-Bodrum. Demnach kamen zwischen Januar und Ende August dieses Jahres mehr als 687.000 ausländische Touristen über den Flughafen nach Bodrum. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 701.000.

Damit lag die Zahl um etwa 1,9 Prozent niedriger als im Vorjahr. Dengiz zufolge gehört Bodrum damit zu den Reisezielen in der Ägäis mit den geringsten Rückgängen.

Auch der Kreuzfahrttourismus trägt zur Besucherzahl bei. Bislang kamen rund 93.000 ausländische Kreuzfahrtgäste nach Bodrum. Unter Einbeziehung von drei weiteren Häfen in der Region erwartet Dengiz im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von mehr als zehn Prozent.

„Der Sommer ist für uns noch nicht vorbei“

Dengiz betonte, dass die starken Zuwächse im Juli und August den Rückstand aus dem früheren Saisonverlauf verringert hätten. Auch im Herbst liefen die Flüge weiter, die Hotels seien geöffnet und in den Geschäften herrsche weiterhin Betrieb.

Die „goldene Sommerzeit“ dauere offiziell vom 15. September bis zum 31. Oktober. Möglicherweise könne sich die Saison sogar bis zum 5. oder 10. November verlängern.

Mit Temperaturen von durchschnittlich mehr als 30 Grad sei diese Zeit für Urlauber attraktiv. Gleichzeitig seien die Preise niedriger als in der Hochsaison und die Strände und Orte weniger überlaufen.

Mehr ausländische Gäste im Herbst

Auch Enver Kantarmış, Vorsitzender des Regionalvertretungsrats von Bodrum der türkischen Reiseveranstaltervereinigung TÜRSAB, beobachtet eine steigende Zahl ausländischer Gäste.

Nach Beginn des neuen Schuljahres habe der Inlandsmarkt deutlich nachgelassen. Gleichzeitig seien zusätzliche Auslandsflüge eingerichtet worden. Besonders aus Ländern wie Litauen und Lettland gebe es seit Anfang September zusätzliche Verbindungen.

Auch Reisende aus anderen europäischen Ländern, darunter viele Rentner, würden den September und Oktober für einen Urlaub in Bodrum nutzen. Das Wetter sei weiterhin warm, während die Preise für Pauschalreisen unter dem Niveau der Hochsaison lägen.

Übernachtung mit Frühstück ab 4.000 Lira

Alişir Şahin, stellvertretender Vorsitzender des Hotelierverbands von Bodrum, bezifferte die Zahl der über Luft- und Seeweg angereisten ausländischen Touristen inzwischen auf mehr als 780.000.

Der wichtigste ausländische Markt sei Großbritannien, gefolgt von Polen, Russland und Deutschland.

Für Urlauber im Herbst seien die Temperaturen angenehmer als während der heißen Sommermonate. Besonders Gäste mittleren und höheren Alters würden September und Oktober bevorzugen.

Bei Pensionen beginnen die Preise laut Şahin derzeit bei rund 4.000 türkischen Lira für ein Doppelzimmer inklusive Frühstück. In Vier- und Fünf-Sterne-Hotels seien Aufenthalte mit Halb- oder Vollpension beziehungsweise All-inclusive-Angeboten für etwa 10.000 bis 12.000 Lira möglich.

Auch die Nachfrage nach günstigeren Bootstouren sei derzeit hoch. Şahin zufolge seien entsprechende Plätze teilweise schwer zu bekommen.