Das türkische Luxus-Reiseziel Bodrum ist auch in diesem Sommer ein Magnet für Milliardäre und Königshäuser. Für Aufsehen sorgen derzeit drei Superyachten mit einem Gesamtwert von rund 22 Milliarden Türkischen Lira (ca. 630 Millionen Euro). Sie liegen in den Buchten vor Yalıkavak, Göltürkbükü und Torba vor Anker. Die Schiffe gehören zwei Prinzen aus Saudi-Arabien und einem saudischen Geschäftsmann.
Die Mega-Yachten mit Namen wie Solandge, Golden Odyssey und Elements ziehen Einheimische und Urlauber gleichermaßen in ihren Bann. Bei Sonnenuntergang und in den Nachtstunden, wenn die Decks illuminiert werden, bieten sie ein besonderes Schauspiel vor der Kulisse der Ägäisküste. Zahlreiche Schaulustige versuchen, die schwimmenden Paläste mit ihren Smartphones festzuhalten.
Technik und Luxus auf offener See
Die Schiffe gleichen Fünf-Sterne-Hotels auf dem Wasser. Zur Ausstattung gehören Hubschrauberlandeplätze, Infinity-Pools, Spa-Bereiche, Kinos, Fitnessstudios, eigene Strandclubs und Dutzende Crew-Mitglieder. Besonders die 85 Meter lange Solandge, die dem ehemaligen saudischen Prinzen Mukrin bin Abdulaziz zugeschrieben wird, erregt Aufmerksamkeit. Das 2013 in Deutschland gebaute Schiff hat einen Schätzwert von 150 Millionen Dollar, bietet Platz für zwölf Gäste und 29 Besatzungsmitglieder.
Noch größer ist die Golden Odyssey mit 123 Metern Länge. Sie zählt zu den größten privaten Yachten der Welt. Ursprünglich für Prinz Khalid bin Sultan gebaut, gehört sie heute einem namentlich nicht genannten chinesischen Milliardär. Der Kaufpreis soll bei 150 Millionen Euro gelegen haben. An Bord finden 32 Gäste in 16 Kabinen Platz.
Türkische Werftkunst unter Beweis gestellt
Die Elements ist eine in der Türkei gefertigte Mega-Yacht und das dritte Schiff. Sie wurde 2017 in der Stadt Kocaeli gebaut und gehört dem saudischen Geschäftsmann Fahad Al Athel. Die 80 Meter lange Dreidecker bietet 24 Gästen und 29 Crew-Mitgliedern Platz. Ihr Wert wird auf etwa 125 Millionen Dollar taxiert. Die „Elements” gilt als Beleg für die hohe Baukompetenz türkischer Werften im Superyacht-Segment.
Wirtschaftsfaktor für die Region
Die Anwesenheit der Luxusflotte ist nicht nur ein optisches Spektakel, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Durch Treibstoffversorgung, Marina-Gebühren, technische Wartung, Proviantierung und Personalausgaben bringt jede Mega-Yacht spürbare finanzielle Impulse in die Region, so Branchenvertreter. Zudem stärkt die Anziehungskraft auf die internationale Jetset-Szene Bodrums Ruf als eine der führenden Luxus-Destinationen im Mittelmeerraum – auf Augenhöhe mit Monaco, Saint-Tropez oder Mykonos.