Im türkischen Ferienort Bodrum haben Bürger im Stadtteil Gümüşlük gegen die zunehmende Privatisierung von Strandabschnitten protestiert. Die Demonstranten betraten dabei einen Beach-Club direkt am Meer und machten mit der Aktion auf ihre Forderung aufmerksam: freier Zugang zu den Küsten.
Mit Slogans wie „Die Küsten gehören dem Volk“ machten die Teilnehmer ihrem Ärger über eingeschränkten Zugang zu Stränden Luft. Sie kritisierten, dass große Teile der Küste durch Liegen, private Bereiche und Absperrungen faktisch für die Öffentlichkeit nicht mehr frei zugänglich seien.
Die Gruppe erinnerte dabei an die gesetzliche Lage und verwies auf die Verfassung, wonach Küsten in der Türkei dem Staat gehören und allen Bürgern gleichermaßen zugänglich sein müssen. Dennoch, so die Kritik, werde dieses Recht in vielen touristischen Regionen zunehmend eingeschränkt.
Die Protestierenden forderten die Behörden auf, stärker gegen die Privatisierung öffentlicher Strände vorzugehen und die Einhaltung der Küstengesetze konsequent durchzusetzen. Unterstützung erhielten sie dabei auch von einigen Badegästen und Anwohnern.
Die Aktion verlief nach Angaben vor Ort friedlich und ohne Zwischenfälle.