Muğla – Trotz globaler Unsicherheiten, wirtschaftlicher Belastungen und rückläufiger Nachfrage aus einigen europäischen Märkten hat sich Bodrum in der Tourismussaison 2026 als einer der widerstandsfähigsten Ferienorte der Türkei erwiesen.
In den ersten sechs Monaten des Jahres besuchten insgesamt 416.691 ausländische Gäste die beliebte Küstenstadt an der Ägäis – per Flugzeug oder über die Häfen. Damit lag die Zahl lediglich 2,75 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Nach Angaben von Vertretern der Tourismusbranche gehört Bodrum damit weiterhin zu den Reisezielen in der Türkei, die am wenigsten von den aktuellen Herausforderungen betroffen sind.
Zwischen Januar und Juni reisten 296.215 internationale Besucher über das internationale Terminal des Flughafens Milas-Bodrum ein. Weitere 120.476 ausländische Gäste erreichten die Region über die Häfen der Stadt.
Im Juli nahm die touristische Aktivität deutlich zu. In einem der wichtigsten Monate der Sommersaison erreichten die Hotels eine Auslastung von rund 80 Prozent. Zusammen mit Urlaubern aus dem In- und Ausland sowie Besitzern von Ferienhäusern stieg die Einwohnerzahl Bodrums zeitweise auf schätzungsweise 800.000 Menschen.
Ömer Faruk Dengiz, Vorsitzender des Hotelverbands Bodrum (BODER), bewertete den Rückgang nicht isoliert als negatives Signal. Die Saison habe unter schwierigen weltweiten Rahmenbedingungen begonnen.
„Der spätere Schulschluss, die wirtschaftliche Abschwächung in Europa, die hohe Inflation, die Spannungen zwischen Iran, Israel und den USA sowie der andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine haben den Tourismussektor direkt beeinflusst“, sagte Dengiz.
Die Branche habe bereits zu Jahresbeginn mit solchen Entwicklungen gerechnet. Angesichts dieser Umstände sei der geringe Rückgang von 2,75 Prozent ein Zeichen für die Stabilität Bodrums.
„Es ist natürlich kein Erfolg, wenn die Zahlen zurückgehen. Aber unter den aktuellen Bedingungen zeigt Bodrum eine bemerkenswerte Widerstandskraft“, erklärte Dengiz.