Bodrum. Eine Eisdiele in der exklusiven Yalıkavak Marina in Bodrum muss nach dem Verkauf einer Kugel Eis für 400 Türkische Lira (ca. 7,40 Euro) mit behördlichen Konsequenzen rechnen. Das türkische Handelsministerium leitete nach einer Bürgerbeschwerde ein Verwaltungsverfahren gegen den Betrieb ein.
Auslöser war ein Video eines Passanten, der sich nach dem Preis für eine Kugel Eis erkundigte und die Antwort – 400 Lira – mit seinem Mobiltelefon aufzeichnete. Anschließend reichte er Beschwerde über das staatliche Bürgerportal CİMER ein.
Nach Angaben des Handelsministeriums wurde der Betrieb kurzfristig kontrolliert. Dabei überprüften die Behörden die Preisgestaltung der angebotenen Produkte. Wegen festgestellter Verstöße gegen geltende Vorschriften wurde ein Verwaltungsverfahren eingeleitet.
Zudem wurde der Fall an den Ausschuss zur Bewertung unlauterer Preisgestaltung weitergeleitet. Dieser soll prüfen, ob der verlangte Preis gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstößt.
Das Handelsministerium kündigte an, insbesondere in den stark frequentierten Urlaubsregionen der Türkei auch weiterhin konsequent gegen Verstöße bei Preiskennzeichnung und Verbraucherschutz vorzugehen. Ziel sei es, die wirtschaftlichen Interessen der Verbraucher zu schützen und einen transparenten sowie fairen Wettbewerb sicherzustellen.