Antalya – Fünf der bekanntesten antiken Städte der südlichen Provinz Antalya verbinden jetzt kulturelles Erbe und botanische Vielfalt: Besucher können seltene endemische Pflanzen bestaunen, die zwischen den jahrtausendealten Ruinen blühen – Teil eines Projekts, das den Schutz der Natur in den Mittelpunkt stellt.
Das Vorhaben wird von der lokalen Biodiversitätsorganisation ANTOK geleitet. Die Initiative kartierte und unter Schutz gestellte Pflanzenarten, die ausschließlich innerhalb bestimmter antiker Städte vorkommen.
Zu den „Einwohnern“ dieser botanischen Schatzkammern gehören unter anderem: der Termessos-Krokus, die Side-Zwergwurz, die Perge-Quecksilberpflanze, die Aspendos-Taurus-Orchidee und die Phaselis-Erbse.
Die Ergebnisse wurden in einem informativ gestalteten Reiseführer zusammengefasst, zusätzlich wurden an den Eingängen der antiken Städte QR-codierte Infotafeln installiert. Über eine begleitende App können Besucher die Pflanzenwelt interaktiv erkunden und sich über saisonale Blüten informieren.
Projektmitarbeiterin und Flora-Expertin Pınar Kınıklı betont den Erfolg des Vorhabens: „Die Öffentlichkeit erkennt jetzt, dass diese Städte mehr sind als Stein und Mörtel – sie sind lebendige Schutzgebiete für unser botanisches Erbe. Selbst Ausgrabungsleiter passen ihre Arbeit zunehmend zum Schutz dieser seltenen Arten an.“
Dank EU-Fördermitteln umfasst das Projekt auch vier antike Städte in Griechenland, die gemeinsam mit den Antalya-Stätten in das Schutzprogramm einbezogen werden.