ANTALYA – Rund 30 Astronauten aus 15 Ländern, darunter mehrere Pioniere der Raumfahrtgeschichte, werden am 6. Oktober in Antalya auf Kinder treffen. Die Veranstaltung „From Space to Sand – Vom Weltraum in den Sand“ findet im Rahmen des Internationalen Astronautischen Kongresses (IAC 2026) im Antalya Sand Sculpture Museum statt. Kinder können den Raumfahrern Fragen stellen, Fotos mit ihnen machen und Autogramme bekommen.
Der Internationale Astronautische Kongress, eines der wichtigsten globalen Treffen der Raumfahrtbranche, findet vom 3. bis 10. Oktober erstmals in der Türkei statt. Gastgeber ist die Türkische Raumfahrtagentur. Erwartet werden Teilnehmer aus zahlreichen Raumfahrtnationen, darunter die USA, Russland, China und Japan.

Zwei türkische Astronauten dabei
An dem Treffen im Antalya Sand Sculpture Museum nehmen auch die beiden türkischen Astronauten Alper Gezeravcı und Tuva Cihangir Atasever teil. Gezeravcı flog im Rahmen der Mission Axiom-3 zur Internationalen Raumstation (ISS) und absolvierte damit die erste bemannte Weltraummission der Türkei. Atasever nahm mit Virgin Galactic 07 an einem suborbitalen Forschungsflug teil.
Unter den internationalen Gästen sind zahlreiche Astronauten, die in ihren Ländern Raumfahrtgeschichte geschrieben haben. Dazu gehören Hazzaa Al Mansoori, der erste Astronaut der Vereinigten Arabischen Emirate, sowie Sultan Al Neyadi, der als erster Araber einen Weltraumspaziergang absolvierte und mit einem sechsmonatigen ISS-Aufenthalt die längste arabische Weltraummission absolvierte.
Auch der erste Däne im All, Andreas Mogensen, der erste Schweizer Astronaut Claude Nicollier, der erste rumänische Kosmonaut Dorin Prunariu, Österreichs erster Astronaut Franz Viehböck und Soyeon Yi, die erste Südkoreanerin im All, werden erwartet.
Japanischer ISS-Kommandant und erste arabische Astronautin
Zu den prominenten Gästen gehört auch Koichi Wakata. Der Japaner verbrachte bei fünf Raumflügen insgesamt mehr als 500 Tage im All und war 2014 der erste Japaner an der Spitze der Internationalen Raumstation.
Mit Nora Al Matrooshi nimmt zudem die erste Astronautin aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und die erste arabische Frau am Astronautenprogramm des Landes teil. Sie wurde 2021 für das Programm ausgewählt und schloss 2024 die Astronautenausbildung der NASA ab. Einen Raumflug hat sie bislang noch nicht absolviert.
Aus den USA kommt unter anderem Sian Proctor. Die Geologin und Astronautin flog 2021 als Pilotin der vollständig aus Zivilisten bestehenden Inspiration4-Mission ins All. Auch der ehemalige NASA-Astronaut Drew Feustel wird dabei sein. Er verbrachte bei drei Raumflügen insgesamt 226 Tage im All und absolvierte neun Weltraumspaziergänge.
Fragen an die Astronauten
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Kinder zwischen 7 und 14 Jahren. Die Türen öffnen um 19 Uhr, von 19.30 bis 21 Uhr steht das direkte Treffen mit den Astronauten auf dem Programm. Dabei können die Kinder Fragen zu Raumflügen, dem Leben auf der ISS, Schwerelosigkeit und der Zukunft der Raumfahrt stellen.
Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Teilnehmerzahl auf 150 Kinder begrenzt. Zusätzlich sind Möglichkeiten für Fotos und Autogramme vorgesehen.
Astronauten treffen auf Sandkunst
Für die Veranstaltung wurde bewusst das Antalya Sand Sculpture Museum ausgewählt. Das diesjährige Thema lautet „Space Adventure & Time Travel – Weltraumabenteuer und Zeitreise“. Zwischen riesigen Sandskulpturen, die Raumfahrt, Planeten, Science-Fiction und die Geschichte der menschlichen Entdeckungen darstellen, sollen die Astronauten mit der nächsten Generation von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Raumfahrern zusammenkommen.
Insgesamt werden 30 Astronauten aus 15 Ländern erwartet – darunter Teilnehmer aus der Türkei, den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Japan, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Israel, Schweden, Südkorea und weiteren Ländern.