(DHA) Kristallklares Wasser, farbenprächtige Meeresbewohner, beeindruckende Felswände und historische Wracks: Antalya ist längst nicht nur für seine Strände bekannt. Auch unter der Wasseroberfläche bietet die türkische Mittelmeerküste zahlreiche Tauchreviere und zieht jedes Jahr Taucher aus aller Welt an.
Die Region bietet dabei passende Bedingungen für nahezu jedes Erfahrungslevel – vom ersten Tauchgang bis zum anspruchsvollen Sport- und Tieftauchen. Besonders die Felsformationen vor der Küste, Höhlen, Unterwasserlandschaften und Wracks machen Antalya zu einem beliebten Ziel für Tauchurlauber.
Der Tauchlehrer und Betreiber Alim Tuğ sieht in der natürlichen und historischen Vielfalt einen großen Vorteil für den Tauchtourismus. Antalya verfüge über eine lange Küstenlinie und zahlreiche unterschiedliche Unterwasserreviere. Dazu zählen unter anderem die berühmten Felsklippen, die Region Üç Adalar sowie verschiedene Höhlen und Wracks.
Sicherer Einstieg für Anfänger
Auch wer noch nie getaucht ist, kann die Unterwasserwelt Antalyas kennenlernen. Nach Angaben von Tuğ gibt es besonders im Bereich der Klippen und rund um Konyaaltı sichere Tauchplätze für Anfänger.
Dort können Einsteiger unter Anleitung erste Erfahrungen sammeln und gleichzeitig eine erstaunlich artenreiche Unterwasserwelt entdecken.
Für erfahrenere Taucher stehen dagegen tiefere Reviere zur Verfügung. Rund um Antalya und Kemer können zudem historische Wracks im Rahmen von Sporttauchgängen erkundet werden.
Taucher kommen aus aller Welt
Die klaren Gewässer und die vielfältige mediterrane Unterwasserwelt machen Antalya zu einem internationalen Anziehungspunkt für Tauchfans. Nach Angaben der Tauchbranche reisen sowohl zertifizierte Taucher als auch Menschen an, die ihren allerersten Tauchgang erleben möchten.
Die Nachfrage erstreckt sich entlang der Küste bis nach Kaş. Der Tauchtourismus trägt damit nicht nur zur touristischen Vielfalt der Region bei, sondern sorgt auch für zusätzliche wirtschaftliche Impulse.
40 Minuten unter Wasser beim ersten Tauchgang
Für Anfänger beginnt das Erlebnis mit einer etwa 10- bis 15-minütigen Einweisung. Anschließend werden die Tauchausrüstung und die wichtigsten Abläufe erklärt, bevor es gemeinsam mit einem Tauchlehrer ins Wasser geht.
Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase an der Oberfläche geht es entlang der Felsklippen in die Tiefe. Ein erster Tauchgang dauert in der Regel etwa 30 bis 40 Minuten.
Dabei begegnen die Teilnehmer zahlreichen Fischen und anderen Meeresbewohnern. Die Reaktionen fallen laut Tauchlehrerin İnayet Füsun Macit ganz unterschiedlich aus: Manche seien vom Atmen unter Wasser überrascht, andere reagierten begeistert auf die Fische – einige zunächst sogar mit etwas Angst.
Am Ende überwiege jedoch meist die Freude über das außergewöhnliche Erlebnis.
Wer danach weitermachen möchte, kann eine Ausbildung beginnen und sich für weiterführende Tauchgänge zertifizieren lassen. Einige Besucher kehren später sogar nach Antalya zurück, um anspruchsvollere Tauchgänge zu absolvieren.
„Das Interesse am Tauchen wächst“
Auch Aylin Tuğ vom Antalya Konyaaltı Unterwassersportverein beobachtet eine wachsende Nachfrage. Das Interesse an der Unterwasserwelt und am Tauchen nehme von Jahr zu Jahr zu.
Besonders bemerkenswert: Selbst in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums gebe es sauberes Wasser und eine vielfältige Unterwasserwelt.
Für Anfänger seien in überschaubaren Tiefen zahlreiche Fische zu beobachten. Erfahrene Taucher könnten dagegen historische Gebiete und Wracks erkunden.
Antalya bietet damit beides: einen unkomplizierten Einstieg für Tauchanfänger und abwechslungsreiche Unterwasserabenteuer für Profis.