ANTALYA (DHA) – In den bis zu 40 Meter hohen Klippen von Antalya sind illegale Bauten entdeckt worden. Der Taucher Hüseyin Fırat dokumentierte bei Tauchgängen mehrere unerlaubte Hütten, die aus Beton, Stein, Holz und Eisen errichtet wurden – teils sogar mit Dusche und Überwachungskamera ausgestattet.

Die rund neun Kilometer langen Felsen erstrecken sich vom als „Varyant“ bekannten Bereich am Konyaaltı-Strand bis in den Stadtteil Lara im Bezirk Muratpaşa. Neben baulichen Problemen oberhalb der Klippen gebe es auch in die Felsen geschlagene Tunnel sowie barackenartige Schwarzbauten, berichtet Fırat.
Bei einem Tauchgang im Bereich der Konyaaltı-Straße bemerkte Fırat zunächst Betonspuren zwischen den Felsen. Beim Hinaufklettern entdeckte er eine betonierte Konstruktion mit Metalltreppen, die bis ans Meer reichen. Hinter einer Metalltür filmte er durch eine Öffnung einen Raum mit Kanu, Stühlen, Jagdausrüstung und sogar einer Dusche.

Unterhalb eines städtischen Cafés im Bereich Lara stieß er zudem auf eine größere Holzkonstruktion mit mehreren kleinen Räumen. „Das ist eigentlich ein geschütztes Gebiet, hier darf nichts privat bebaut werden“, sagte Fırat. Besonders erstaunt zeigte er sich darüber, wie das Baumaterial überhaupt an diesen schwer zugänglichen Ort transportiert wurde.
Nach seinen Angaben befanden sich Teile der Anlagen noch im Bau und wurden offenbar weiter ausgebaut. Die Klippen gelten als sensibles, geschütztes Naturgebiet. Fırat hofft, dass die zuständigen Behörden die Vorfälle prüfen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.