Ranking der zehn schönsten Strände Europas: Griechenland dominiert, Kaputaş unter den Top Five

10.05.2026 – 10:00 Uhr

Von der abgelegenen Kieselbucht bis zur karibisch anmutenden Lagune: Das neue Ranking „World’s 50 Best Beaches” kürt die zehn besten Strände Europas. Ein Ort auf Sardinien sorgt dabei für Schlagzeilen, ein anderer auf Fuerteventura verspricht nahezu menschenleere Weite.

Die Plattform „World’s 50 Best Beaches” hat mit Unterstützung von Reisejournalisten, Branchenexperten und Influencern ihre aktuelle Liste der schönsten Strände weltweit veröffentlicht. Für die europäische Rangliste wurden Kriterien wie Wasserqualität, landschaftliche Einbettung und Unberührtheit herangezogen. Den ersten Platz sichert sich eine griechische Bucht, die nur per Boot oder Wanderweg erreichbar ist.

Platz eins belegt der Fteri Beach auf der griechischen Insel Kefalonia. Das Ranking beschreibt den Ort als das Idealbild eines perfekten Strandes: kristallklares Wasser und weiße Kieselsteine, umgeben von steilen Klippen. Die Abgeschiedenheit wird durch die eingeschränkte Erreichbarkeit gewährleistet.

Auf dem zweiten Platz folgt die Cala Macarella an der Südküste Menorcas. Die Badebucht ist bekannt für ihren feinen Kalksand und das türkisfarbene Meer. Unter Pinien und Felsen finden Gäste ganztägig Schatten. Sollte es zu voll werden, bietet sich die kleinere, benachbarte Bucht Cala Macarelleta als ruhigere Alternative an. Sie gilt zudem als beliebter Treffpunkt für FKK-Anhänger.

Den dritten Platz erreichte die Cala dei Gabbiani auf Sardinien, die im Jahr 2025 über das Ranking hinaus Schlagzeilen machte. Die Gemeinde Baunei führte für den zwischen Kalksteinfelsen eingebetteten Kieselstrand ein Besucher- und Zeitlimit ein, um ihn vor übermäßigem Zustrom zu schützen.

Den vierten Platz belegt der Kaputaş-Strand in der Türkei. Er liegt versteckt in einer Bucht zwischen Kaş und Kalkan und ist nur über einen Treppenabstieg von einem Parkplatz aus zu erreichen. Da es vor Ort keine gastronomischen Einrichtungen gibt, ist der Strand ein Rückzugsort für Ruhesuchende.

Ein weiterer griechischer Strand, Porto Katsiki auf Lefkada, erreicht Platz fünf. Die Bucht, die einst nur für Ziegen zugänglich war, erhielt erst Mitte der 1990er-Jahre eine Anbindung. Eingerahmt von mit Kiefern bewachsenen weißen Klippen bietet sie einen unverbauten Blick auf das Ionische Meer – Booten ist die Einfahrt in die Bucht untersagt.

Platz sechs geht an die Plage de Santa Giulia auf Korsika. Die flache Lagune mit türkisfarbenem Wasser und großen Felsformationen ist laut dem Ranking bei Familien mit kleinen Kindern sowie bei Wassersportlern beliebt. In den Hochsommermonaten wird aufgrund des hohen Besucheraufkommens eine frühzeitige Anreise empfohlen.

Einen deutlichen Kontrast dazu bildet der siebtplatzierte Playa Cofete auf Fuerteventura. Der kilometerlange Sandstrand liegt völlig unbebaut zwischen dem Atlantik und den Bergen der Halbinsel Jandía. Die Anfahrt über eine lange, unbefestigte Straße hält die Besucherzahlen gering. Stärkerer Wind und Wellengang verleihen dem Ort einen wilden, ursprünglichen Charakter.

Der Praia da Falésia an der portugiesischen Algarve belegt den achten Rang. Prägend sind die roten und orangefarbenen Klippen, die den langen Sandstrand säumen. Aufgrund seiner beträchtlichen Ausdehnung wirkt der Strand selbst in der Hauptsaison selten überfüllt und bietet ausgedehnte Möglichkeiten für Küstenwanderungen.

Eine geografische Besonderheit ist der neuntplatzierte Porto Timoni auf Korfu. Der Ort besteht aus zwei halbmondförmigen Stränden, die Rücken an Rücken liegen und nur durch einen schmalen Landstreifen voneinander getrennt sind. Der Abstieg vom Dorf Afionas aus sowie die Mischung aus Kies und grobem Sand bewahren der Doppelbucht ein Gefühl von Abgeschiedenheit.

Die Top Ten beschließt La Pelosa an der Nordwestküste Sardiniens auf Rang zehn. Das flache, türkisfarbene Wasser in der geschützten Bucht lädt zum Schwimmen ein. Der gepflegte Strand verfügt über eine Infrastruktur mit Sonnenschirmen und Liegestühlen und wird aufgrund seiner Optik mit tropischen Destinationen verglichen.