Neue Lebensräume für das Mittelmeer: Antalya versenkt 50 künstliche Riffe

Bild: DHA
30.07.2026 – 17:00 Uhr

ANTALYA – Vor der Küste von Finike in der türkischen Provinz Antalya sind 50 künstliche Riffe ins Meer eingebracht worden. Das Projekt soll die Artenvielfalt fördern, Fischbestände stärken und geschädigte Meeresökosysteme langfristig wiederherstellen.

Die künstlichen Riffe wurden im Rahmen der Initiative „Blue Mediterranean Initiative Antalya“ von der Stadtverwaltung Finike hergestellt und vor dem Fischerhafen der Stadt versenkt. Ziel ist es, Fischen neue Laich- und Rückzugsgebiete zu schaffen und die biologische Vielfalt im Mittelmeer zu fördern.

An der Zeremonie nahmen unter anderem Antalyas Gouverneur Hulusi Şahin, Vertreter der Kommunen sowie Behörden und zahlreiche Bürger teil.

Şahin bezeichnete das Projekt als wichtigen Beitrag für Umwelt- und Meeresschutz sowie für eine nachhaltige Entwicklung von Fischerei und Tourismus. Zugleich verwies er darauf, dass Antalya im November Gastgeber der UN-Klimakonferenz COP31 sein werde. Die Veranstaltung biete eine große Chance, Umweltprojekte der Region international sichtbar zu machen.

Nach Angaben des Gouverneurs bündelt die Anfang 2026 gestartete Initiative zahlreiche Maßnahmen zum Schutz des Mittelmeers. Dazu gehören unter anderem Müllsammelsysteme in Häfen, Sperren gegen Abfälle in Flüssen sowie Programme zur Reinigung von Meeresboden und Wasseroberfläche.

Neben den künstlichen Riffen laufen in der Region weitere Naturschutzprojekte. So werden im Gebiet Üçadalar bei Kemer Seegraswiesen wiederhergestellt, um die Lebensbedingungen für zahlreiche Meeresbewohner zu verbessern.

„Es ist an der Zeit, nicht länger Gegner der Natur zu sein, sondern sie aktiv zu unterstützen“, sagte Şahin. Ziel sei es, das Mittelmeer zu schützen und künftigen Generationen eine intakte Umwelt zu hinterlassen.