Nach zehn Jahren aufgeklärt: Frauenmord in Antalya dank DNA-Abgleich gelöst

Bild: DHA
28.01.2026 – 10:00 Uhr

Ankara/Antalya – Ein seit fast zehn Jahren ungeklärter Frauenmord in der türkischen Urlaubsregion Antalya ist aufgeklärt worden. Innenminister Ali Yerlikaya gab bekannt, dass der Täter mithilfe moderner forensischer Methoden identifiziert wurde. Der Fall gilt damit offiziell als gelöst.

Die 2016 ermordete Frau mit den Initialen S.K. war am 29. Februar 2016 tot aufgefunden worden. Trotz intensiver Ermittlungen blieb der Täter zunächst unbekannt. Im Rahmen einer erneuten Überprüfung ungeklärter Mordfälle nahm die Staatsanwaltschaft Antalya die Akte jedoch erneut unter die Lupe und setzte dabei auf technologische und archivgestützte Ermittlungsarbeit.

Verbindung zu weiterem Frauenmord entdeckt

Die Ermittler stellten Parallelen zwischen dem Mord an S.K. und einem weiteren Frauenmord fest, der sich am 14. Juni 2019 im Stadtteil Muratpaşa ereignet hatte. In diesem Fall war eine Frau mit den Initialen K.K.D. getötet worden. Der Tatverdächtige M.K. sitzt dafür bereits in Haft.

Aufgrund der Ähnlichkeiten der Taten prüfte die Mordkommission, ob M.K. auch für den Mord aus dem Jahr 2016 verantwortlich sein könnte. Am 25. November 2025 wurde dem Inhaftierten eine Blutprobe entnommen und zur Analyse an das Institut für Rechtsmedizin in Izmir geschickt.

DNA bestätigt Täterschaft

Am 22. Januar 2026 bestätigte das Institut, dass das DNA-Profil von M.K. eindeutig mit den am Tatort 2016 gesicherten biologischen Spuren übereinstimmt. Damit steht fest: M.K. ist auch der Täter im Mordfall S.K. Der lange ungeklärte Fall konnte somit aufgeklärt werden.

Innenminister Yerlikaya würdigte die Arbeit der Ermittler:
„Ich gratuliere unserem Gouverneur, der Staatsanwaltschaft, der Polizei und insbesondere der Mordkommission von Herzen. Der Täter, der zwei Frauen ermordet hat, konnte sich nicht vor unserer Polizei verstecken. Wir setzen unsere Arbeit fort, damit kein Verbrechen ungesühnt bleibt.“

Die türkischen Sicherheitsbehörden kündigten an, weiterhin gezielt ungeklärte Mordfälle aus der Vergangenheit neu zu untersuchen.