Nach Flut und Tornados in Antalya: Erdrutsche setzen Kumluca weiter zu

Bild: DHA
15.02.2026 – 17:00 Uhr

Kumluca (Provinz Antalya) – In Kumluca kämpfen Landwirte nach Überschwemmungen und Tornados nun auch mit Erdrutschen. Seit rund einem Monat anhaltender Starkregen hat die Böden in der Region stark aufgeweicht und an mehreren Stellen Hangrutsche ausgelöst.

In verschiedenen Stadtteilen führten die Erdmassen zur Sperrung von Straßen sowie zu Schäden an Häusern und Gewächshäusern. In ländlichen Gebieten wurden zudem unterirdische Trinkwasserleitungen beschädigt, was in einigen Vierteln zu vorübergehenden Versorgungsunterbrechungen führte.

Hidayet Gümüş berichtete, dass es im Bereich seines Hauses zu einem Hangrutsch gekommen sei. „Das Erdreich ist langsam ins Rutschen geraten, vor zwei Tagen gab es wegen der starken Regenfälle einen größeren Abgang. Das Haus selbst wurde nicht beschädigt. Ich habe es vor zwei Jahren gebaut. Im vergangenen Jahr hatten wir auch Regen, aber nicht in diesem Ausmaß“, sagte er.

Besonders schwer traf es den Tomatenproduzenten Ercan Balcı. Ein Felsbrocken stürzte auf sein Gewächshaus und zerstörte es weitgehend. „Gegen 12 Uhr kam die Rutschung vom Hang herunter und hat das Gewächshaus dem Erdboden gleichgemacht. Der Schaden ist groß. Ich bitte die Gemeinde um Hilfe. Ich kann die Felsen, Steine und Erdmassen nicht allein beseitigen“, erklärte Balcı. Nach der Räumung wolle er mit eigenen Mitteln sein Gewächshaus wieder aufbauen und die Produktion fortsetzen.

Verletzte wurden nach bisherigen Informationen nicht gemeldet. Die Behörden beobachten die Lage angesichts weiterer möglicher Erdrutsche weiterhin aufmerksam.