Bei Infrastrukturarbeiten in der türkischen Mittelmeerstadt Antalya sind Knochen gefunden worden, bei denen es sich nach ersten Einschätzungen um menschliche Überreste handeln könnte. Der Fund wurde während laufender Arbeiten der städtischen Wasser- und Abwasserbehörde ASAT gemacht.
Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Muratpaşa, im Viertel Kızılsaray, in der 76. Straße. ASAT-Teams führten dort Erdarbeiten durch, als ein Passant Knochenfragmente im aufgewühlten Erdreich bemerkte und die Arbeiter darauf aufmerksam machte. Daraufhin wurden die Bauarbeiten umgehend gestoppt und die Notrufzentrale 112 informiert.

Kurz darauf trafen Polizeikräfte am Fundort ein, sperrten die Straße für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr ab und sicherten das Gebiet. Die Kriminaltechnik nahm erste Untersuchungen vor Ort vor und sammelte mehrere Knochenfragmente ein, die als mögliche menschliche Überreste eingestuft wurden. Diese wurden in Beweisbeuteln gesichert.
Auch Vertreter der Provinzdirektion für Kultur und Tourismus wurden hinzugezogen, um zu prüfen, ob es sich möglicherweise um historische Funde handeln könnte. Aus diesem Grund wurde der Aushub im Grabungsbereich sorgfältig untersucht und gesiebt.
Die geborgenen Knochen sollen zur weiteren Analyse an das Institut für Rechtsmedizin in Antalya geschickt werden. Dort soll geklärt werden, ob es sich tatsächlich um menschliche Knochen handelt, aus welcher Zeit sie stammen und ob ein strafrechtlicher Zusammenhang besteht.
Ein Anwohner, Veysi Babacan, schilderte, dass ein vorbeigehender Bürger die Knochen zuerst entdeckt habe: „Als die ASAT-Teams mit dem Bagger arbeiteten, fielen einem Passanten die Knochen im Boden auf. Er meldete es sofort. Die Polizei kam und sammelte die Knochen ein. Man geht davon aus, dass es sich um menschliche Knochen handeln könnte.“
Auch der Baggerfahrer Adem Öztürk bestätigte den Ablauf: „Sobald wir die Knochen gesehen haben, haben wir die Arbeit eingestellt. Es waren ziemlich viele Knochen. Wir haben sofort die Polizei verständigt, die nun die Untersuchungen durchführt.“
Die Ermittlungen dauern an. Ob es sich um einen archäologischen Fund oder um einen möglichen Kriminalfall handelt, ist derzeit noch unklar.