Antalya macht Jagd auf Meeresmüll: 575 Meter Barrieren und zwei Müllsammler

Archivbild: DHA
11.09.2026 – 8:00 Uhr

Im Rahmen der Initiative „Antalya Mavi Akdeniz“ wurden in der Bucht des antiken Phaselis bei Kemer ein 575 Meter langes Meeressperrsystem und zwei ferngesteuerte Müllsammler in Betrieb genommen.

Zum Schutz des Meeresökosystems und zur Bekämpfung der Verschmutzung durch Abfälle hat Antalya eine weitere Maßnahme umgesetzt. Im Südhafen der antiken Stadt Phaselis wurde ein 575 Meter langes Barrieresystem installiert, das verhindern soll, dass Abfälle sich im Meer weiter ausbreiten.

Zusätzlich wurden zwei ferngesteuerte Müllsammler in Betrieb genommen. Sie sollen Abfälle gezielt von der Meeresoberfläche aufnehmen.

Weitere Barrieren in Antalya geplant

Gouverneur Hulusi Şahin erklärte, die ersten Ergebnisse der seit Jahresbeginn laufenden Initiative seien bereits sichtbar. Die erste Meeressperre sei in der Bucht von Phaselis bei Kemer installiert worden.

Das Konzept soll künftig auf weitere Regionen Antalyas ausgeweitet werden. Nach Angaben Şahins ist geplant, gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Antalya ein Protokoll zur Installation ähnlicher Barrieren an den Mündungen der Flüsse der Provinz zu unterzeichnen.

Dabei gehe es nicht nur um die Finanzierung, sondern auch um den dauerhaften Betrieb der Anlagen. Die Großstadtverwaltung Antalya und die Bezirksgemeinden sollen dabei eingebunden werden.

Müll soll bereits an der Quelle verhindert werden

Laut Şahin geht es bei der Initiative jedoch nicht allein darum, Abfälle einzusammeln, die bereits ins Meer gelangt sind. Das eigentliche Ziel sei es, Müll bereits an seiner Quelle zu verhindern.

Im Rahmen der Vorbereitungen auf die COP31 liefen zudem Arbeiten zur Wiederverwertung und zur Vermeidung von Abfällen an der Entstehungsquelle.

Die neuen Anlagen sollen zugleich zum Schutz der natürlichen und historischen Werte von Phaselis beitragen.