ANTALYA – Ein Mitarbeiter der Stadtreinigung in Antalya ist am Freitagvormittag in den Boğaçayı gesprungen. Der Mann, der als Vorarbeiter („Çavuş“) bei der Stadtverwaltung tätig ist, gab an, unter Druck gesetzt worden zu sein. Einsatzkräfte konnten ihn nach rund einer Stunde aus dem Wasser retten.
Der Vorfall ereignete sich gegen 11.00 Uhr im Stadtteil Liman im Bezirk Konyaaltı. Arbeitskollegen bemerkten, wie Hüseyin K. in den Fluss sprang, und versuchten zunächst vom Ufer aus, ihn zum Herauskommen zu bewegen.
Nachdem die Bemühungen erfolglos blieben, wurde der Notruf verständigt. Polizei, Rettungsdienst, die Küstenwache sowie die Seepolizei rückten an. Die Einsatzkräfte sprachen mit dem Mann, der sich in der Mitte des Flusses aufhielt, konnten ihn jedoch zunächst nicht überzeugen, ans Ufer zurückzukehren.
Daraufhin wurde ein Rettungseinsatz eingeleitet. Taucher der Küstenwache begaben sich ins Wasser und erreichten den Mann. Da er sich weiterhin weigerte, freiwillig herauszukommen, wurde er mit einem Seil gesichert und kontrolliert ans Ufer gezogen.
Nach etwa einer Stunde konnte Hüseyin K. in Sicherheit gebracht werden. Aufgrund des starken Windes und der niedrigen Temperaturen zitterte er stark. Er wurde in eine Thermodecke gehüllt, auf eine Trage gelegt und anschließend zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht.