(DHA) Antalya – In der türkischen Tourismusmetropole Antalya werden die Kontrollen gegen nicht lizenzierte und gefälschte Reiseführer verstärkt. Teams der Antalya-Reiseführerkammer (ARO) und des Verbands der türkischen Reiseführerkammern (TUREB) überprüfen derzeit Reisebusse und touristische Sehenswürdigkeiten in Antalya sowie den umliegenden Regionen.
Bei den Kontrollen wird insbesondere darauf geachtet, ob die eingesetzten Reiseführer über einen offiziellen Ausweis („Kokart“) verfügen und ob gültige Arbeitsverträge vorliegen. Werden Personen ohne entsprechende Genehmigung festgestellt, werden Protokolle aufgenommen und rechtliche Schritte eingeleitet.
ARO-Kontrolleur Uğur Levent Tuncel erklärte, die Prüfungen würden gemeinsam mit der Provinzdirektion für Kultur und Tourismus sowie Vertretern des türkischen Reiseveranstalterverbands TÜRSAB durchgeführt. Die Teams seien täglich im Einsatz – nicht nur im Stadtzentrum von Antalya, sondern auch an wichtigen Ausflugszielen wie Burdur, Isparta, dem Salda-See und den Lavendelfeldern.
„Bitte organisieren wir keine Touren ohne Reiseführer. Das ist gesetzlich verboten“, appellierte Tuncel an Reiseveranstalter und die Öffentlichkeit.
Nach Angaben der ARO können Personen, die ohne entsprechende Lizenz oder Arbeitskarte als Reiseführer tätig sind, im Jahr 2026 mit Verwaltungsstrafen zwischen 45.154 und 180.617 Türkischen Lira belegt werden. Bei gefälschten Reiseführern würden die notwendigen Verfahren unmittelbar eingeleitet.
TUREB-Kontrolleur Tayfur Can warnte zudem vor den Folgen illegaler Führungen für den Tourismus. Nicht qualifizierte Personen könnten historische und kulturelle Informationen falsch oder oberflächlich vermitteln und dadurch das Ansehen des Landes schädigen.
„Unsere ausgebildeten Reiseführer haben Prüfungen abgelegt und ihre Qualifikation erworben. Wir müssen ihre Rechte schützen und verhindern, dass unlizenzierte Personen unser kulturelles Erbe falsch darstellen“, sagte Can.
Die Kontrollen sollen nach Angaben der Behörden in den stark besuchten Ausflugsregionen zwischen Alanya und Kaş fortgesetzt werden. Ziel sei es, die Qualität des Tourismus zu sichern und das internationale Ansehen Antalyas als Reiseziel zu schützen.