Eine drückende Hitzeglocke liegt über der türkischen Mittelmeermetropole. Während das Thermometer in der Innenstadt auf gefährliche 39 Grad Celsius klettert, warnt der Wetterdienst vor einer besonders tückischen Entwicklung an der Küste: In den beliebten Urlauberhochburgen am Strand steigen die Temperaturen im Vergleich zum Vortag noch einmal um drei Grad.
Laut der aktuellen Prognose der 4. Regionaldirektion für Meteorologie ist der Himmel über Antalya vom Morgen des 14. Juli bis zum Morgen des 15. Juli zwar nur leicht bewölkt, doch die Hitze wird zunehmend unerträglich. Während die Menschen an der Küste unter der Kombination aus steigenden Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit ächzen, entspannt sich die Lage im Hinterland minimal. In den inneren Regionen der Provinz sagen die Meteorologen einen leichten Temperaturrückgang um ein bis drei Grad voraus, der allerdings von örtlichen Gewittern und Regenschauern am Nachmittag begleitet wird.
Kepez leidet unter 39 Grad
Die höchsten Werte werden nicht etwa direkt am Wasser, sondern im urbanen Ballungsraum gemessen. Mit unerträglichen 39 Grad führt der zentral gelegene Bezirk Kepez die Hitliste an, dicht gefolgt von Aksu mit 38 Grad. In Muratpaşa, Konyaaltı und Döşemealtı klettert die Quecksilbersäule auf 36 Grad. Selbst die sonst oft etwas kühleren Küstenorte Kaş, Kumluca und Manavgat entkommen der Gluthitze nicht und melden 35 Grad.
Für Strandbesucher ist die Lage besonders perfide. Obwohl die gemessene Lufttemperatur hier niedriger liegt als im Inland, sorgt die spezifische Windlage für eine extreme Belastung. Der Wind weht überwiegend schwach bis mäßig aus nördlichen und westlichen Richtungen, dreht an der Küste jedoch in den Mittagsstunden auf Süd. Diese Konstellation treibt die gefühlte Temperatur durch steigende Schwüle massiv in die Höhe. Meteorologen warnen eindringlich, denn die Kombination aus zunehmender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Insbesondere für ältere Menschen und Kinder können diese Bedingungen schnell gefährlich werden. Die Behörden rufen daher zu äußerster Vorsicht und ausreichender Flüssigkeitszufuhr auf.