Die Türkei bereitet sich auf ein außergewöhnliches Jahr 2026 vor: Mit dem NATO-Gipfel in Ankara, der Weltklimakonferenz COP31 in Antalya und dem Internationalen Astronautik-Kongress (IAC) wird das Land gleich drei bedeutende globale Veranstaltungen ausrichten. Vertreter der Tourismusbranche sprechen bereits vom „Jahr der Gipfel“.
Insgesamt werden rund 120.000 internationale Besucher erwartet. Die Großveranstaltungen sollen nicht nur die lokale Wirtschaft stärken, sondern auch den Tourismus in der Türkei massiv ankurbeln. Hotels rechnen während der Veranstaltungszeiträume mit einer Auslastung von bis zu 100 Prozent.
Den Auftakt macht der NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli 2026 in Ankara. Staats- und Regierungschefs der 32 NATO-Mitgliedsländer werden zu dem Treffen in der türkischen Hauptstadt erwartet. Laut Tourismusvertretern sind viele Fünf-Sterne-Hotels bereits vollständig ausgebucht.
Besonders große Aufmerksamkeit gilt jedoch der Weltklimakonferenz COP31, die vom 9. bis 20. November erstmals in der Türkei stattfinden wird. Veranstaltungsort ist das EXPO-Gelände in Antalya. Vertreter aus 196 Ländern, darunter Politiker, Investoren, Wissenschaftler und Nichtregierungsorganisationen, werden erwartet. Branchenexperten rechnen allein für die COP31 mit bis zu 100.000 ausländischen Gästen.
Bereits zuvor wird Antalya vom 5. bis 9. Oktober Gastgeber des 77. Internationalen Astronautik-Kongresses sein. Die Veranstaltung bringt internationale Raumfahrtagenturen, Technologieunternehmen, Wissenschaftler und Astronauten zusammen. Erwartet werden unter anderem Vertreter von NASA, ESA, JAXA und ISRO sowie Unternehmen wie SpaceX, Boeing und Airbus.
Tourismusexperten sehen darin eine große Chance für das internationale Image der Türkei. Antalya könne sich dadurch nicht nur als klassisches Urlaubsziel für Sonne und Strand präsentieren, sondern auch als Zentrum für Wissenschaft, Technologie und internationale Diplomatie.
Nach Einschätzung von Branchenvertretern könnten allein die Veranstaltungen in Antalya insgesamt bis zu 150.000 Teilnehmer in die Region bringen.