Alanya (Provinz Antalya) – Nach zweitägigem Dauerregen ist es im Bezirk Alanya zu einem Erdrutsch gekommen. Insgesamt 13 Gebäude wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand.
Der Erdrutsch ereignete sich am Vortag gegen 12.30 Uhr. Betroffen sind sechs Gebäude im Stadtteil Büyükhasbahçe sowie sieben weitere in Küçükhasbahçe. Die betroffenen Bereiche wurden abgesperrt und mit Sicherheitsbändern versehen. Aus Angst vor weiteren Erdrutschen dürfen Anwohner ihre Häuser derzeit nicht betreten.
Im Viertel Büyükhasbahçe, im Bereich Köşk, wurde der Moment, in dem sich Steine aus einer abgebrochenen Mauer lösten und herabstürzten, mit einem Mobiltelefon gefilmt. Geröll und Erdmassen versperrten den Eingang eines Wohnhauses vollständig.
Hausbesitzer Hilmi Türemiş schilderte die dramatischen Momente: Seine Mutter sei gerade dabei gewesen, die Hühner zu füttern, als zunächst einzelne Steine von oben herabfielen. „Beim Steinschlag war auch mein Vater draußen, meine Frau war im unteren Stockwerk. Meine Mutter hat uns sofort gewarnt. Jetzt drücken die Erdmassen gegen das Haus. Es besteht die Gefahr, dass es verschoben wird. Wir warten auf AFAD. Die endgültige Entscheidung fällt wohl am Montag“, sagte er.
Viele persönliche Gegenstände seien noch im Haus. „Unsere Möbel, unsere Kleidung – alles ist noch drin. Wir sind sehr betroffen. Das Haus steht kurz vor dem Einsturz. Die Polizei lässt uns wegen der Einsturzgefahr nicht hinein“, so Türemiş weiter. Hinter dem Gebäude befänden sich zudem mehrere Villen, die ebenfalls als gefährdet gelten.
Durch den Druck der Erdmassen drangen Steine bis in den zweiten Stock vor. „Das Haus ist voller Steine. Sie haben sogar die eiserne Tür aufgebrochen“, berichtete der Eigentümer.
Auch im Stadtteil Küçükhasbahçe stürzte infolge des Erdrutsches eine Stützmauer ein. Über Verletzte oder Todesopfer wurde nichts bekannt. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin aufmerksam.