Demre rüstet sich für Kreuzfahrtschiffe – Neuer Hafen soll Besucherzahlen steigern

20.07.2026 – 9:00 Uhr

Die türkische Mittelmeerküste steht vor einem touristischen Umbruch: In Demre, einem beschaulichen Landkreis der Provinz Antalya, werden die Pläne für einen neuen Kreuzfahrthafen konkret. Die Fertigstellung der örtlichen Marina hat bereits für spürbare Impulse gesorgt. Der angrenzende Großhafen soll die Region nun endgültig als Schlüsseldestination auf der Seekarte der internationalen Luxusliner etablieren.

Das vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur geleitete Projekt hat die Phase der Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgreich durchlaufen. Derzeit konzentrieren sich die Behörden auf die abschließenden bau- und raumplanerischen Verfahren, bevor mit der Umsetzung begonnen werden kann. Demre steht damit vor einem tiefgreifenden Wandel von einem Geheimtipp für Individualreisende zu einem Hotspot des Massentourismus auf See.

Bürgermeister Fahri Duran zeigte sich in einer Stellungnahme überzeugt, dass die Kombination aus Yachthafen und Kreuzfahrtterminal die Region fundamental verändern werde. „Unsere Marina hat bereits neues Leben in die Stadt gebracht und ist ein Erfolgsmodell. Der Kreuzfahrthafen wird diesen Effekt vervielfachen“, so Duran. Die Botschaft ist klar: Mit der Ankunft der Ozeanriesen soll Demre vom Nischenort zur Pflichtdestination aufsteigen.

Die hohen Erwartungen stützen sich maßgeblich auf das kulturelle Erbe der Region, das in dieser Dichte nur selten zu finden ist. Auf kleinem Raum liegen hier die Ruinen des antiken Myra, eine der wichtigsten Städte des Lykischen Bundes, sowie die vielbesuchte Kirche des Heiligen Nikolaus. Ergänzt wird dieses Ensemble durch die archäologischen Stätten von Andriake mit dem Lykischen Zivilisationsmuseum sowie durch die landschaftlich reizvollen Küstenabschnitte um Kekova mit der versunkenen Stadt und den traditionellen Dörfern Üçağız und Kaleköy.

Duran betonte die Synergieeffekte zwischen den bestehenden Sehenswürdigkeiten und dem geplanten Terminal: „Sobald der Hafen fertiggestellt ist, können die Passagiere hier direkt anlanden. Wir haben eine gewaltige Dichte an historischen Stätten – von Myra über die Nikolauskirche bis zur Kekova-Region. Demre wird ein extrem bedeutendes Zentrum der Kreuzfahrttourismus-Route im östlichen Mittelmeer werden.“ Die lokale Wirtschaft soll durch die steigenden Besucherzahlen und die erhöhte internationale Sichtbarkeit nachhaltig profitieren.