Antalya – Die Türkei bereitet umfassende Sicherheitsmaßnahmen für die UN-Klimakonferenz COP31 vor, die vom 9. bis 20. November in Antalya stattfindet. Nach Angaben von Innenminister Mustafa Çiftçi sollen rund 26.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, um die Konferenz und ihre Teilnehmer zu schützen.
Bei der Veranstaltung werden knapp 100 Staats- und Regierungschefs, 200 bis 300 Minister sowie rund 20.000 Delegierte erwartet. Hinzu kommen voraussichtlich bis zu 100.000 Besucher pro Tag. Deshalb müssten für die verschiedenen Teilnehmergruppen jeweils eigene Sicherheitskonzepte entwickelt werden, sagte Çiftçi am 24. Oktober in einem Fernsehinterview.
Sicherheitskonzept für Land, Meer und Luft
An den Maßnahmen sollen neben Polizei und Gendarmerie auch die Küstenwache beteiligt sein. „Wir werden 26.000 Einsatzkräfte vor Ort haben. Für Land, Meer und Luft sind Sicherheitspläne und entsprechende Maßnahmen vorgesehen“, erklärte der Minister.
Die Türkei werde dabei auf ein Konzept zurückgreifen, das mit den Sicherheitsvorkehrungen für den NATO-Gipfel im Juli in Ankara vergleichbar sei.
Die Unterkünfte der Staats- und Regierungschefs, Minister und Delegationen seien in fünf Sicherheitszonen aufgeteilt worden. Am Konferenzgelände selbst sollen rund 1.500 Spezialkräfte im Einsatz sein.
Auch die An- und Abreise der hochrangigen Gäste werde genau geplant: Die Sicherheitskonzepte umfassten sämtliche Wege vom Flughafen zu den Hotels sowie die Fahrten zwischen den Unterkünften und dem Konferenzgelände.
Zwei Zonen für Besucher und Verhandlungen
Das Veranstaltungsgelände wird in eine öffentlich zugängliche Grüne Zone und eine Blaue Zone unterteilt. In der Grünen Zone können Besucher an Veranstaltungen teilnehmen. Die offiziellen Verhandlungen bleiben registrierten Teilnehmern vorbehalten.
Für den Transport sind emissionsarme Busse und elektrische Shuttle-Fahrzeuge vorgesehen. Zusätzlich sollen 630 Fahrzeuge eingesetzt werden.
Zwei Milliarden Dollar Wirtschaftsimpuls erwartet
Neben der politischen und sicherheitstechnischen Bedeutung verspricht die Klimakonferenz auch wirtschaftliche Impulse für Antalya. Die Behörden rechnen mit direkten wirtschaftlichen Aktivitäten in Höhe von rund zwei Milliarden US-Dollar.
Davon profitieren könnten unter anderem Hotels und andere Beherbergungsbetriebe, Transportunternehmen, der Einzelhandel, die Bauwirtschaft und die Veranstaltungsbranche.