Die Altınbeşik-Höhle im Landkreis İbradı in der Provinz Antalya ist aufgrund von Renovierungsarbeiten vorübergehend für Besucher gesperrt worden.
Die Höhle, die in den vergangenen Jahren einen starken Anstieg an Besucherzahlen verzeichnete, gilt als drittgrößter Unterwasserhöhlenkomplex der Welt und größte ihrer Art in der Türkei. Sie befindet sich im Zuständigkeitsbereich der Nationalparkbehörde, wird jedoch seit einigen Jahren von der Gemeinde İbradı betrieben.
Mit ihren beeindruckenden Travertin-Formationen, Stalaktiten und ihrer eindrucksvollen geologischen Struktur gehört die Altınbeşik-Höhle zu den wichtigsten Natursehenswürdigkeiten der Region. Wie die Gemeinde mitteilte, wurde die Höhle „seit dem 24. November 2025 aufgrund von Renovierungsarbeiten vorübergehend geschlossen“. Ziel der Maßnahmen sei es, die Sicherheit zu erhöhen und die Besuchererfahrung zu verbessern, hieß es weiter.
Wie lange die Sanierungsarbeiten dauern werden, ist derzeit noch offen. Nach Abschluss der Arbeiten soll die Höhle wieder für den Publikumsverkehr geöffnet werden.
Geschichte und Besonderheiten
Die Altınbeşik-Höhle wurde 1966 von Prof. Dr. Timuçin Aygen entdeckt und 1994 durch die Generaldirektion der Nationalparks für den Tourismus zugänglich gemacht. Ihr Wasser wird aus dem rund 66 Kilometer entfernten Beyşehir-See gespeist. In den unterschiedlichen Ebenen befinden sich mehr als 20 kleine Seen, die nur von professionellen Höhlenteams erforscht werden können.
Rund 240 Meter der Höhle sind für Besucher zugänglich. Die Wassertiefe erreicht stellenweise bis zu 40 Meter. Mit professionellen Guides der Gemeinde İbradı können Besucher die Höhle per Boot erkunden. Besonders spektakulär sind die massiven weißen Travertin-Formationen sowie die dreistöckige Struktur der Höhle, die sie zu einem beliebten Ziel für Natur- und Abenteuerfreunde macht.