Antalya: Streit um öffentlichen Traumstrand eskaliert – Jetzt ermittelt die Justiz

13.07.2026 – 14:00 Uhr

In der türkischen Urlaubsregion Antalya sorgt ein Streit um die Nutzung eines beliebten öffentlichen Strandes für Aufsehen. Im Ort Gündoğdu im Landkreis Manavgat hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen, nachdem der Ortsvorsteher (Muhtar) Salih Akkurt Strafanzeige erstattet hatte.

Vorwürfe rund um den öffentlichen Strand

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht der Gündoğdu Halk Plajı, ein öffentlicher Strand, der 2024 von der Stadtverwaltung Manavgat auf einem staatlichen Grundstück eröffnet wurde. Akkurt wirft in seiner Anzeige vor, dass der Strand entgegen seiner ursprünglichen Bestimmung teilweise wie eine private Anlage genutzt werde.

Die genauen Vorwürfe werden nun von der Staatsanwaltschaft geprüft.

„Der Strand gehört der Öffentlichkeit“

Nach Angaben des Ortsvorstehers richtet sich die Anzeige nicht gegen einzelne Personen oder Unternehmen. Ziel sei vielmehr, den öffentlichen Charakter des Strandes zu bewahren und sicherzustellen, dass Küstenflächen allen Bürgern gleichermaßen zugänglich bleiben.

Akkurt betonte, dass sich die Einwohner von Gündoğdu bereits beim Bau des Strandes engagiert hätten und öffentliche Strände ihrem Zweck entsprechend frei nutzbar bleiben müssten.

Hotel-Schild und Sicherheitsdienst sorgen für Kritik

Besonders kritisch sieht Akkurt, dass an der Strandcafeteria ein Schild eines Hotels angebracht worden sei. Zudem seien private Sicherheitskräfte auf dem Gelände im Einsatz gewesen. Seiner Ansicht nach passe dies nicht zum Konzept eines öffentlichen Strandes.

Weiter erklärte der Ortsvorsteher, ihm sei während der Bauphase mitgeteilt worden, dass der Tourismusunternehmer und Vorsitzende des Tourismusverbands MASTOB, Zafer Süral, das Projekt als Sponsor unterstützt habe. Über mögliche Vereinbarungen zwischen der Stadtverwaltung und dem Unternehmer habe er jedoch keine Kenntnisse.

Ermittlungen laufen

Darüber hinaus äußerte Akkurt die Vermutung, dass einzelne Personen gezielt an den Strand gebracht worden seien, um das Gelände als privaten Bereich erscheinen zu lassen. Für diese Einschätzung liegen bislang jedoch keine behördlich bestätigten Erkenntnisse vor.

Die Staatsanwaltschaft von Manavgat wertet nun die Aussagen der Beteiligten sowie mögliche Beweismittel aus. Ob es tatsächlich zu einer unzulässigen privaten Nutzung des öffentlichen Strandes gekommen ist, soll das laufende Ermittlungsverfahren klären.