In der türkischen Provinz Antalya blüht derzeit die geschützte Türkische Pfingstrose, die in der Region auch als „Ayı gülü“ („Bärrose“) bekannt sind. Besonders häufig sind sie in den Küstenbereichen des Beydağları-Gebirges sowie entlang des berühmten Lykischen Weges zu finden.
Die endemische Art Paeonia turcica, deren wissenschaftlicher Name auf ihre Herkunft aus Anatolien verweist, wächst in den Torosbergen in Höhen zwischen etwa 1500 und 1800 Metern. Dort gedeiht sie bevorzugt in feuchten, schattigen Waldgebieten, vor allem in Nadel- und Zedernwäldern. Die Pflanzen treiben im März aus, die Hauptblüte beginnt im April und kann bis in den Mai andauern.

Während der Blütezeit zieht die Region zahlreiche Naturwanderer, Fotografen und Touristen an. Besonders der Lykische Weg, eine rund 600 Kilometer lange Fernwanderroute zwischen Antalya und Fethiye, führt durch Gebiete, in denen die Pfingstrosen wild wachsen und gut beobachtet werden können.
Naturschützer warnen jedoch eindringlich davor, die geschützten Pflanzen zu pflücken oder ihren Lebensraum zu beschädigen. Das unbefugte Sammeln gilt in der Türkei als Verstoß gegen Umwelt- und Artenschutzgesetze und wird als „Schädigung der biologischen Vielfalt“ eingestuft.
Die Strafen sind empfindlich: Wer geschützte Pflanzen wie die Pfingstrose beschädigt oder entfernt, muss mit Geldbußen von bis zu 699.245 Türkischen Lira rechnen.
Experten betonen, dass die Kombination aus natürlicher Blüte und der Beliebtheit des Lykischen Wegs die Region besonders attraktiv, aber auch ökologisch sensibel macht. Wandervereine und Veranstalter appellieren daher regelmäßig an Besucher, die Pflanzen ausschließlich zu fotografieren und die Natur unberührt zu lassen.