ANTALYA – Antalya hat in diesem Jahr bereits mehr als 15 Millionen ausländische Touristen empfangen. Zwischen dem 1. Januar und dem 27. Oktober reisten nach Angaben der Flughafenstatistik insgesamt 15,07 Millionen Gäste aus dem Ausland in die türkische Mittelmeerregion. Damit kamen mehr als fünfmal so viele ausländische Besucher in die Stadt, wie Antalya Einwohner hat. Die Bevölkerung liegt bei rund 2,8 Millionen Menschen.
Neben dem klassischen Badeurlaub gewinnt Antalya auch als Veranstaltungsort für internationale Kongresse an Bedeutung. Anfang Oktober fand dort der 77. Internationale Astronautische Kongress mit mehr als 18.000 Teilnehmern aus 111 Ländern statt. Im November richtet die Stadt zudem die UN-Klimakonferenz COP31 aus.
Gouverneur Hulusi Şahin bezeichnete den Klimagipfel als bedeutendes Ereignis für den November. Das Konferenzgelände solle auch in den kommenden Jahren als Kongress- und Ausstellungszentrum genutzt werden und so die Tourismuswirtschaft der Region stärken.
Şahin zufolge verzeichnet Antalya jährlich 111 Millionen Übernachtungen und erwirtschaftet rund 44 Prozent der Tourismuseinnahmen der Türkei. Ziel sei es, den Tourismus stärker über das gesamte Jahr hinweg zu verteilen. Dazu sollten die Zusammenarbeit mit benachbarten Reisezielen, neue touristische Angebote und ein Ausbau der Verkehrsverbindungen beitragen.
Gute Buchungslage bis in den November
Auch die Hotelbranche zeigt sich mit der Herbstsaison zufrieden. Hakan Saatçioğlu, Vorsitzender des Verbands professioneller Hotelmanager (POYD), sprach von einem „produktiven Herbst“. Die Buchungen im Zusammenhang mit der COP31 liefen weiter, während die verfügbaren Kapazitäten am Konferenzgelände bereits vollständig ausgebucht seien.
Zugleich bleibe die Nachfrage nach Urlaubsreisen hoch. Hotels verzeichneten üblicherweise im September, Oktober und in der ersten Novemberhälfte hohe Auslastungsraten. Als Gründe nannte Saatçioğlu günstigere Preise, angenehmes Wetter und weiterhin warme Meerestemperaturen.
Die meisten ausländischen Gäste kommen seinen Angaben zufolge aus Deutschland und anderen europäischen Ländern. Auch aus Polen und Belgien gebe es eine starke Nachfrage.