Der Präsident des Verbands der mediterranen Hoteliers und Tourismusunternehmer (AKTOB), Kaan Kaşif Kavaloğlu, hat erklärt, dass die wichtigsten und profitabelsten Monate für den Tourismus in Antalya erst noch bevorstehen. Besonders Juli und August seien entscheidend für die Branche.
„Den größten Teil unserer Gewinne erzielen wir in diesen beiden Monaten. Die Hochphase des Resort-Tourismus liegt direkt vor uns“, sagte Kavaloğlu.
Schwaches erstes Halbjahr
Laut Kavaloğlu verlief das erste Halbjahr 2026 für den Tourismussektor in Antalya schwierig. Vor allem die ersten drei Monate seien schwach gewesen, auch April habe enttäuscht. Erst im Mai und Juni habe sich die Nachfrage leicht verbessert.
Insgesamt liege Antalya nach den ersten sechs Monaten rund 9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gründe dafür sieht der Branchenvertreter unter anderem in geopolitischen Spannungen sowie wirtschaftlichen Unsicherheiten in wichtigen Herkunftsmärkten wie Russland, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Kasachstan.
Starke Nachfrage aus dem Inland und von Auslandstürken
Positiv entwickle sich dagegen der Inlandsmarkt. Die Nachfrage türkischer Urlauber sei hoch. Auch Auslandstürken, die ihren Urlaub in der Heimat verbringen, sorgten für zusätzliche Dynamik im Tourismus.
Hoffnung auf verlängerte Saison
Für die zweite Jahreshälfte zeigt sich Kavaloğlu vorsichtig optimistisch. Neben Juli und August erwartet er auch für September und Oktober eine gute Auslastung. Veranstaltungen wie der Weltraumkongress im Oktober und die UN-Klimakonferenz COP31 im November in Antalya könnten die Saison zusätzlich verlängern.
Diese Großveranstaltungen würden Tausende Besucher anziehen und insbesondere die Region Belek stark auslasten. Insgesamt rechne man zwischen Oktober und November mit einer anhaltend hohen Nachfrage.
Internationale Bedeutung wächst
Auch politische und wirtschaftliche Großereignisse in der Türkei – darunter internationale Gipfeltreffen – würden die globale Aufmerksamkeit auf das Land lenken, so Kavaloğlu. Antalya spiele dabei eine zentrale Rolle im internationalen Tourismussektor.
Trotz steigender Flugkosten und geopolitischer Unsicherheiten betonte er die Bedeutung der Region: „Ohne Antalya und ohne die Türkei ist globaler Tourismus nicht vorstellbar.“