In Antalya, im Stadtteil Muratpaşa rund um den Litauischen Kulturpark (früher „Huzur Park“) haben sich Anwohner über nächtliche Belästigungen und Bedrohungen durch versammelte Gruppen beschwert. Besonders abends versammeln sich dort lautstarke Gruppen, die Alkohol konsumieren, laute Musik hören und mit Anwohnern in Konflikt geraten – viele Bewohner berichten, dass sie aufgrund der Störungen kaum noch die Straße betreten können.
Ercan Bayar, Verwalter eines angrenzenden Wohnkomplexes, erklärte, dass die Probleme vor etwa einem Jahr begannen und seitdem zugenommen haben. Trotz wiederholter Anrufe bei der Polizei und Meldungen bei CİMER (Kommunikationsstelle für Bürgeranliegen) kehrte die Ruhe nur kurzzeitig zurück. Die Gruppen kämen immer wieder zurück, wodurch Lärm, Bedrohungen und sogar körperliche Angriffe an der Tagesordnung seien. „Sie haben Anwohner bedroht, beleidigt und auf Balkone geschrien. In einem Fall kam es sogar zu einem Angriff mit einem Döner-Messer“, berichtete Bayar.
Die Folgen für die Anwohner sind gravierend: Viele fühlen sich in ihren eigenen Häusern und auf den Straßen der Umgebung unsicher, einige denken sogar daran, ihre Wohnungen zu verkaufen. Der Park, einst ein Ort der Ruhe, sei mittlerweile unzugänglich geworden, berichteten Anwohner. Spaziergänge, ein Tee oder Kaffee im Freien sei kaum noch möglich, da Autos blockiert werden und große Menschenmengen die Wege versperren.
Bayar kritisierte zudem die Situation des Parks an der beliebten Küstenlage: „Antalya hat viele schöne Plätze, an denen man sich treffen kann. Warum diese Gruppen mitten in einem Wohngebiet ihre Partys feiern, verstehe ich nicht. Sie bringen Stühle und Tische mit, machen Lärm und bedrohen Anwohner – das ist völlig inakzeptabel.“
Die Anwohner hoffen, dass die Behörden dauerhaft einschreiten und den Park wieder zu einem sicheren Ort für Familien und Nachbarn machen.